Gartenerde kaufen – darauf kommt es an

Ob zum Umtopfen der Zimmerpflanzen, zur Aussaat und Anzucht für Balkonpflanzen oder zur  Bodenverbesserung im Beet – frische Blumenerde gibt Wurzeln mehr Halt, sorgt für eine besser Durchlüftung und speichert wichtige Nährstoffe und Wasser. Doch Gartenerde ist nicht gleich Gartenerde. Nur wer sich mit den unterschiedlichen Arten auskennt, kann den Grundstein für ein üppiges Wachstum seiner Pflanzen legen. In unserem Ratgeber finden Sie nützliche Tipps zum Thema Gartenerde kaufen.

Gartenerde kaufen? Auch Kompost kann den Boden verbessern und kostet Sie nichts.

Gartenerde kaufen? Auch Kompost kann den Boden verbessern und kostet Sie nichts.

Unterschiedliche Arten – Gartenerde kaufen

Gerade bei Topf- und Kübelpflanzen für Balkon und Garten ist die Qualität von entscheidender Bedeutung. Humus gilt für gewöhnlich als die Gartenerde mit dem höchsten Nährstoffgehalt. Eine Befüllung der Beete mit einer etwa zwanzig bis dreißig Zentimeter dicken Humusschicht ist daher die ideale Voraussetzung für eine erfolgreiche Anpflanzung. Ein besonders günstiger Humuslieferant ist Walderde. Um Ärger zu vermeiden, erkundigen Sie sich aber am besten beim zuständigen Forstamt, bevor Sie sich die Erde nehmen.
Auch herkömmliche Erde zum Auffüllen der Beete wird in der Regel in verschiedenen Zusammensetzungen angeboten. Es macht nämlich schon einen Unterschied, ob Sie sich für Pflanzenerde, Blumenerde oder Friedhofserde entscheiden. Letztere verfügt über einen höheren Schwarztorfgehalt und ist entsprechend dunkler gefärbt und Blumenerde ist ein solides humusreiches Substrat, während sich Pflanzenerde vor allem durch einen besonders hohen Tongehalt auszeichnet, womit sie sich auch für den allgemeinen Gebrauch geeignet. Unabhängig davon für welche Erde Sie sich entscheiden, müssen Sie zusätzlich noch Kalk, Dünger, Torf und Co. Untermischen, um Ihre Gewächse optimal zu versorgen. Häufig gibt es aber auch Erde, die auf spezielle Pflanzenbedürfnisse abgestimmt ist – zum Beispiel für Rosen oder Rhododendren.
Eine weitere Möglichkeit ist Anzuchterde, die immer dann Verwendung findet, wenn frisches Saatgut ausgebracht wird oder neue Stecklinge gesetzt werden. Oft enthält diese Erde Vulkangestein, das dazu in der Lage ist, Wasser zu speichern und die Erde selbst lockerer macht.

Ein Umtopfen wäre ohne frische Gartenerde kaum vorstellbar.

Ein Umtopfen wäre ohne frische Gartenerde kaum vorstellbar.

Was ist mit Komposterde und Sand?

Kompost ist bekanntermaßen das Gold des Gärtners, da er über einen hohen Düngegehalt verfügt und das ganze Jahr über kostenfrei selbst produziert werden kann. Wer sich keinen eigenen Komposthaufen anlegen möchte, kann sich auch grüne Gartenerde kaufen. Sogenannte Grüngut-Deponien bieten Kompost oftmals sehr preisgünstig an.
Neben allen genannten Möglichkeiten kann auch Sand zu einer Verbesserung des Gartenbodens beitragen. Durch das Beimischen können Sie vor allem die Struktur schwerer Böden aus Lehm entscheidend verbessern. Tipp: Mischen Sie immer auch ein wenig Holzkohle unter den Sand, um zu Pilzkrankheiten vorzubeugen. Des Weiteren sollten Sie immer bedenken, dass Sie in etwa fünfzig Prozent mehr Erde benötigen, als auf der Verpackung angegeben, da die Erde beim Einarbeiten ins Beet zusammengedrückt wird.

Woran erkenne ich schlechte Erde?

Augen auf bei Erdekauf: Wenn Sie beim frisch gekauften Sack Blumenerde einen unangenehmen Geruch feststellen oder die Erde von weißen Belägen befallen ist, tauschen Sie diese nach Möglichkeit sofort wieder um. Das gilt auch dann, wenn Sie exakt auf die gleiche Erde vom selben Hersteller verwenden wie im Vorjahr. Schließlich muss in der gleichen Verpackung nicht auch die gleiche Erde sein. Am besten lassen Sie sich im Garten-Center oder Baumarkt umfassend beraten, bevor Sie Gartenerde kaufen.

Bilder: 123RF

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