Bodendecker jäten

Bodendecker: Kleines Immergrün - Vinca minor

Bodendecker: Kleines Immergrün – Vinca minor

Die meisten Bodendecker sind sehr anspruchslos und robust, sie wachsen selbst an Stellen, an denen sonst keine Pflanze mehr wächst. Ihre Ausläufer überwuchern rasch offene Bereiche im Garten und auch unter Gehölzen fühlen sich viele dieser Pflanzen sehr wohl. Bodendecker eignen sich außerdem gut für Rasenränder, unter Sträuchern oder an einem Hang. Besonders für schwer zugängliche oder beschattete Stellen im Garten sind sie wie geschaffen. Es gibt zahlreiche Sorten, die sich nicht nur in ihrer Blütenpracht, sondern auch anhand der unterschiedlichen Blattformen und -farben unterscheiden. Beliebte Arten sind: Efeu, Katzenpfötchen, Moosbeere, Polsterthymian, Kissenastern, Kugelblume, Kriechspindel, Elfenblume, Teppichmispel und Teppichwacholder. Bodendecker haben viele Vorteile, so lassen sie die Beete fülliger wirken, schützen den Boden vor Erosion und halten die Feuchtigkeit am Boden. Das sollten Sie beachten, wenn Sie Bodendecker jäten.

Pflege von Bodendeckern

Bodendecker benötigen relativ wenig Pflege. Eine spezielle Düngung ist nicht zwingend erforderlich, da die Bodendecker durch die abgestorbenen Pflanzenteile oft selbst genug Kompost produzieren. Auf sehr mageren Böden kann gelegentliches Düngen erfolgen. Statt Unkrautjäten durch Hacken sollte bei Bodendeckern lieber eine Mulchschicht eingebracht werden, die die Bildung von Unkraut verhindert. Nach einer gewissen Zeit Jahren sollte diese Schicht jedoch erneuert werden, da sie zu verrotten beginnt. Bei der Nutzung von Rindenmulch darf nicht vergessen werden, dass dieser beim Verrotten Stickstoff entzieht.

Wintergrüne Sorten können bis in den Oktober gedüngt werden – so sammeln die Bodendecker Kraft für die kalte Jahreszeit. Der Dünger sollte grundsätzlich eher langsam wirken, da bei Überdüngung sonst die Gefahr droht, dass die Pflanzen zwar sehr stark wachsen aber dafür nicht mehr so dicht.

Bodendecker - Mauerpfeffer

Bodendecker – Mauerpfeffer

Bodendecker jäten – so geht’s

Um eine gepflegt aussehende Fläche zu erhalten, ist es wichtig, die Bodendecker regelmäßig auszudünnen. Jetzt werden vertrocknete Blüten und Äste abgeschnitten und zu stark gewucherte oberirdische Ausläufer werden gekürzt. Sowohl der Rand des Beets als auch die Oberfläche werden dabei gestutzt. Bei dieser Gelegenheit wird auch gleich der Wildwuchs von Unkräutern mit entfernt, so dass die Bodendecker weiterhin schön wachsen können. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese Arbeiten nicht in den Wintermonaten durchgeführt werden – hier drohen Schäden an der Pflanze durch Kälte und Frost. Das Ausdünnen sollte, je nach Wuchs, etwa 2-4 Mal im Jahr geschehen. Nach dem Schneiden kann gedüngt werden, doch auch hier gilt es, damit nicht zu übertreiben.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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