Nährstoffbedarf ermitteln – Boden verbessern

Nährstoffbedarf ermitteln - schöner Garten - Gartentipp

Ermitteln Sie den Nährstoffbedarf ihres Gartenbodens

Der Boden ist die Lebensgrundlage aller Pflanzen. Nur wenn Sie die Eigenschaften Ihrer Gartenerde kennen, können Sie den Nährstoffbedarf ermitteln und Maßnahmen ergreifen, um den Boden effektiv zu verbessern.

Bodenstruktur erkennen

Um ihren Gartenboden kennenzulernen, sollten sie ihn erst einmal mit Ihren eigenen Händen erfühlen. Greifen Sie einfach mal herein! Nehmen Sie eine Handvoll Erde und zerreiben Sie diese zwischen Ihren Fingern oder den Handflächen:

  • Tonboden schmiert in der Hand und lässt sich gut formen. Er besitzt überwiegend feine Anteile. Dieser Boden hält Wasser und Nährstoffe extrem gut fest und macht es den Pflanzen daher nicht leicht, diese für sich selbst zu nutzen.
  • Sandboden dagegen ist nicht formbar, er rieselt Ihnen förmlich durch die Finger. Diese Erde lässt sich, im Gegensatz zum Tonboden, leicht umgraben. Leider enthält sie nur wenige Nährstoffe und kann Wasser schlecht halten.
  • Humoser Boden lässt sich zu einem Klumpen formen. Er enthält viel organisches Material und bietet optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum.

Den Nährstoffbedarf ermitteln – Die Bodenprobe

Wenn Sie noch mehr über Ihren Boden erfahren möchten, zum Beispiel zum Nährstoffgehalt, bieten verschiedene Unternehmen eine professionelle Bodenanalyse an. Dafür stechen Sie mit dem Spaten etwas 25 cm tief in den Boden und heben diese Erde in ein wasserdichtes Behältnis. Der Boden sollte feucht sein, nicht tropfnass und auch nicht zu trocken. Aufgrund dieser Bodenprobe erhalten Sie ein Ergebnis, in dem Ihnen Bodenart und Nährstoffgehalt mitgeteilt werden sowie der exakte Düngebedarf.

Ph-Wert ermitteln

Wenn Sie eine professionelle Bodenanalyse in Auftrag geben, erfahren Sie auch den ph-Wert Ihres Bodens. Diesen können Sie aber auch sehr einfach mithilfe von Lackmuspapier selbst bestimmen. Der ph-Wert zeigt an, wie viele Nährstoffe den Pflanzen in welcher Höhe zur Verfügung stehen. Der Boden sollte weder zu sauer noch zu alkalisch sein: Die meisten Pflanzenarten bevorzugen einen ph-Wert zwischen 6 und 7, also einen neutralen bis schwach sauren Boden.

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Nährstoffbedarf ermitteln – Boden verbessern

Düngen nach Nährstoffbedarf und mit Augenmaß

Dünger liefert wichtige Nährstoffe, die Pflanzen zum Leben benötigen. Organische Stoffe sind die Grundlage für einen fruchtbaren Boden und gesundes Pflanzenwachstum. Dieses organische Material können Sie dem Boden mit Mulch oder mit Kompost zuführen. Zum Mulchen eignet sich Rasenschnitt oder Laub. Diese Pflanzenmaterialien locken Regenwürmer an, die den Boden auf natürliche Weise lüften und auflockern. Außerdem zersetzen die unterschiedlichen Bodenlebewesen das Pflanzenmaterial und wandeln es so zu dem wertvollen Humus um. Sehr gute Ergebnisse erzielen Gärtner auch mit Kompost. Bringen Sie ihn jetzt im Vorfrühling aus und er wird innerhalb weniger Wochen seine Wirkung entfalten.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Gärten nicht zu wenig Dünger erhalten, sondern zu viel. Vor allem Phosphor und Kalium ist in einigen Hausgärten im Übermaß vorhanden. Diese Stoffe reichern sich im Boden an und schaden so auf Dauer den Pflanzen mehr, als dass sie ihnen nützen. Überdüngung schwächt die Pflanzen und führt so zu Schädlingsbefall und Krankheiten. Daher sollten gerade mineralische Dünger in Maßen eingesetzt werden. Stellen Sie den Bedarf Ihres Gartenbodens fest und düngen Sie nicht mehr als nötig. Im Zweifelsfall setzen Sie lieber zu wenig als zu viel mineralischen Dünger ein.

Gartentipps: GR, Bild: 123RF

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