Flieder pflegen

Flieder blüht - Syringa vulgarisGenügsamer Flieder

Da der Flieder (Syringa vulgaris) ein recht genügsames Gewächs ist, braucht es nicht viel Pflege. Beim Rückschnitt gibt es jedoch einige Punkte zu beachten. Auch wenn ein Rückschnitt nicht wirklich zwingend erforderlich ist, kann es sein, dass der Baum irgendwann einfach zu groß wird. Beim Verjüngungsschnitt, der nicht öfter als alle drei Jahre durchgeführt werden sollte, werden etwa ein Drittel aller Äste, die dicker als 4 cm sind, zurückgeschnitten. Dabei sollten mindestens 30-40 cm vom Ast übrig bleiben. Beim Flieder kann somit auch das alte Holz zurückgeschnitten werden. Nach etwa 2-3 Jahren hat der Flieder wieder seine alte Form und Größe erreicht. Übrigens können die ausgeblühten Blüten ca. eine Woche nach der Blütezeit entfernt werden. Durch diese Maßnahme wird verhindert, dass die Pflanze unnötige Energie in die Ausbildung von Samen steckt, wodurch sie sich nach dem Entfernen dieser besser entwickelt. Da der Flieder relativ gut Trockenheit verträgt, muss nur in langanhaltenden Trockenperioden gegossen werden. Gedüngt werden sollte im zeitigen Frühjahr mit phosphorhaltigem Dünger, der die Blüte fördert. Auch ein organischer Dünger und Kompost können verwendet werden. Stickstoffdüngung führt hingegen zu einem erhöhten Längenwachstum, was die Blütenbildung beeinträchtigt. Eine weitere Pflegemaßnahme ist das Ausbringen einer Mulchschicht um den Wurzelbereich herum. Sie verhindert zu starke Verdunstung und sorgt für eine ausgeglichene Temperatur im Boden.

Flieder pflegen: Standort, Boden und Vermehrung

Schon bei der Pflanzung sollte auf den geeigneten Standort und Boden geachtet werden. Am besten ist ein sonniger Platz, denn Flieder verträgt Hitze recht gut. Der Boden sollte humos, nährstoffreich und sandig sein. Hauptsache ist, dass die Erde durchlässig ist und somit keine Staunässe entsteht. Kalkhaltige Böden sind vorteilhaft, sandhaltige sollten hingegen mit etwas Kompost aufgebessert werden. Vermehrt werden kann der Flieder übrigens durch Samen, Wurzelausläufer, Absenker und Stecklinge. Letztere werden im Juni nach der Blüte abgeschnitten und eingepflanzt. Besser funktioniert jedoch die Methode mit den Absenkern. Dafür wird einfach ein Ast zum Boden hinuntergebogen und mit Erde bedeckt. Gegebenenfalls kann es erforderlich sein, den Absenker auf dem Boden zu fixieren. Nach mehreren Monaten hat der Absenker eigene Wurzeln gebildet und kann von der Mutterpflanze abgeschnitten werden. Für den Winter bedarf es übrigens keiner zusätzlichen Schutzmaßnahme für den Flieder. Dieser ist ausreichend winterhart, um von selbst die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Gartentipp: IR. Bild: 123RF.

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