Gemüse richtig wässern – Tipps für den Sommer

Gemüse richtig wässern - Gartentipps für den Sommer

Gemüse richtig wässern

Gemüsebeet: Flach- oder Tiefwurzler?

Wenn im Sommer die Sonne auf unser Gemüse herab scheint, drohen die Pflanzen auszutrocknen und müssen bewässert werden. Doch nicht jede Gemüsepflanze benötigt gleich viel Wasser. Um die benötigte Wassermenge gut einschätzen zu können, sollten Sie  zunächst wissen, wie tief die Wurzeln der Pflanze in die Erde reichen. Sind es Flachwurzler oder Tiefwurzler? Diese Unterscheidung ist wichtig, denn daran können Sie ablesen, wie Sie Ihr Gemüse richtig wässern.

Flachwurzler häufiger gießen

Zu den flach wurzelnden Gemüsesorten gehören Radieschen, Salat, Petersilie, Zwiebeln, Porree, Endivien und Spinat. Bei diesen Pflanzen muss nicht nur mehr gegossen werden (die Erdoberfläche trocknet schneller aus als die tieferen Erdschichten), sondern auch besonders vorsichtig und schonend Unkraut gehackt werden.

Tiefwurzler ziehen gut Wasser aus dem Boden

Melonen, Artischocken, Kürbis, Spargel, Tomaten und Rote Bete gehören zu den tief wurzelnden Gemüsepflanzen. Hier kann sparsamer gegossen werden, da die Pflanzen bei Trockenheit Wasser aus bis zu 120 cm Tiefe aufnehmen können. Natürlich gibt es auch Pflanzen, die in keine der beiden Kategorien eingeordnet werden können. Zu den Gemüsesorten mit mittellangen Wurzeln bis etwa 50 cm gehören Gurke, Erbsen, Kohlrabi, Paprika, Bohnen, Rüben und Karotten. Sie müssen zwar weniger gegossen werden als die Flachwurzler, dennoch haben auch sie Wurzelteile, die knapp über der Oberfläche wachsen.

Grundsätzlich sollte beim Gießen die Wurzelzone gut durchfeuchtet werden. Im Durchschnitt werden etwa 10-15 Liter pro Quadratmeter gegossen. Die Flachwurzler erhalten etwas häufiger und die Tiefwurzler etwas seltener Wasser. Bei ihnen können ruhig ein paar Tage bis zum nächsten Gießen vergehen.

Gut geeignetes Gießwasser ist Regenwasser, welches man in einer Regentonne oder einer unterirdischen Zisterne auffängt. Grundsätzlich sollte möglichst in den frühen Morgen- und den Abendstunden gegossen werden. Außerdem sollte das Wasser am besten bodennah verabreicht werden. So kann weniger Wasser verdunsten und die Gefahr der Austrocknung der Pflanze durch die Sonne wird minimiert.

Gemüse richtig wässern: Tipps für Gurken, Tomaten und Rettich

Feuerbohnen sind nicht nur schmackhaft, sondern während der Blütezeit von Juni bis September sehr dekorativ. Wer diese Pflanzen im Garten hat, sollte vor allem während der Blüte besonders darauf achten, sie regelmäßig zu wässern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Blüten abgeworfen werden und somit keine Ernte mehr stattfinden kann.

Gurken mögen kein kaltes Wasser. Daher sollte stets mit lauwarmem Wasser gegossen werden. Wird dies nicht getan, kann sich das negativ auf den Geschmack auswirken.

Tomaten sollten möglichst keinen Regen abbekommen und die Blätter beim Gießen nicht nass werden, da sonst die Gefahr von Pilzbefall besteht.

Rettich und Radieschen werden zarter im Geschmack, sofern sie regelmäßig gegossen und gleich feucht gehalten werden.

Text: IR, Bild: 123RF.

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