Kohl pflanzen – worauf achten?

Kohlkopf im Beet_16172546_mDer Anbau von Kohlsorten im Garten ist etwas heikel. Zunächst gilt es zu bedenken, dass Kohlarten Tiefwurzler sind. Das bedeutet, dass sie einen tiefgründigen, festen und feuchten Boden benötigen. Die Erde sollte außerdem stets gut gekalkt sein, denn auf saurem Boden wird Kohl schnell von der Kohlhernie befallen und ist darüber hinaus anfällig für Pilzkrankheiten.

Kohl pflanzen – Fruchtfolge

Ein weiteres Problem beim Anbau von Kohlsorten ist die Einhaltung der Fruchtfolge. Um von vornherein zu vermeiden, dass Krankheiten und Probleme auftreten, darf Kohl nie direkt nach Kohl angebaut werden. Es ist daher empfehlenswert, dem Beet eine ein- bis dreijährige Kohl-Pause zu gönnen. Die Dauer dieser Pause ist abhängig vom Nährstoffreichtum des Bodens. Auf schweren Böden ist eine einjährige Pause oft ausreichend, wohingegen auf leichten Böden mehrere Jahre gewartet werden muss, bis erneut Kohl angebaut werden kann. In der Zwischenzeit können andere Gemüse- und Blumenarten kultiviert werden. Eine Vielfalt im Garten ist außerdem vorteilhafter als jede Form von Monokultur.

Pflege von Kohl

Grundsätzlich benötigen Kohlarten wie Weißkohl, Wirsing, Brokkoli oder Blumenkohl einen recht hohen Pflegeaufwand, um ergiebige Erträge zu erzielen. Die Pflanzen müssen ausreichend gewässert und regelmäßig gedüngt werden. Lehmhaltige Böden können nur langsam die Nährstoffe abgeben, wohingegen in sandiger Erde das Wasser oft zu schnell versickert. Eine regelmäßige Lockerung des Bodens und reichlicher Komposteintrag können Abhilfe schaffen. Ein guter Dünger für Kohlarten ist Brennnesseljauche. Hierfür werden Brennnesseln gesammelt, klein geschnitten und mit heißem Wasser übergossen. Anschließend werden etwa 10 l Wasser auf ein Kilo Brennnesseln in einem verschließbaren Behälter angesetzt. Die Jauche benötigt etwa drei Wochen, bis sie für die Düngung geeignet ist. In der Zwischenzeit sollte gelegentlich umgerührt werden. Achten Sie darauf, das Gefäß an einen luftigen Standort zu stellen, da die Brennnesseljauche unangenehm riecht. Die Düngung des Kohls kann alle 3-4 Wochen erfolgen. Zu Beginn der Anbauzeit sollte das Beet außerdem regelmäßig gehackt werden, um es von Unkraut zu befreien. Sobald der Kohl eine gewisse Größe erreicht hat, fällt diesbezüglich weniger Arbeit an, da nun weniger Konkurrenz durchkommt. Es ist auch sinnvoll, beim Hacken die Erde etwas anzuhäufeln.

Es gibt jedoch auch Kohlarten, die weniger anspruchsvoll sind. Zu ihnen gehört der Grünkohl. Er hat nur geringe Bodenansprüche, gedeiht auch im Halbschatten und kann sogar auf einem Beet gepflanzt werden, welches bereits im Vorjahr für den Kohlanbau genutzt wurde. Dabei ist jedoch zu beachten, dass zumindest eine Vorkultur mit einer anderen Pflanzenart als Kohl im aktuellen Jahr stattgefunden hat.

Gartentipp: IR. Bild: 123RF.

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