Komposterde sieben und verteilen

Komposterde im Garten ausbringen

Komposterde sieben und verteilen

Der Vorfrühling ist der ideale Zeitpunkt, um Kompost auszubringen und in den Boden einzuarbeiten. Innerhalb weniger Wochen entfaltet er seine Wirkung.

Der Kompost

In einem Kompost sollen unterschiedlichste verrottbare Garten- und Küchenabfälle zusammenkommen, um einen ausgewogenen organischen Dünger zu schaffen, der den Gartenboden fruchtbarer macht. Die aufeinander geschichteten Pflanzenmaterialien dienen kleinen Bodenlebewesen als Nahrung und werden auf diese Weise zersetzt. Nach spätestens einem Jahr ist der Kompost reif und die wertvolle feinkrümelige Komposterde entstanden.

Der Komposthaufen sollte an einem halbschattigen und windgeschützten Ort im Garten stehen. So trocknet er auch bei Hitze nicht schnell aus. Sollte der Kompost dennoch im Sommer trocken werden, wässern Sie ihn bei Bedarf. Kompost benötigt unbedingt Kontakt zur Gartenerde, damit ihn die Bodenorganismen, die ihn zersetzen sollen, auch erreichen können. Stellen Sie ihn daher nicht auf einer versiegelten Fläche auf. Einmal im Jahr muss der Kompost umgesetzt werden. Das bedeutet, dass die untere, reife Komposterde nach oben kommt und das noch nicht verrottete Material nach unten.

Komposterde sieben und verteilen

Bevor Sie die Komposterde im Garten verteilen, wird diese gesiebt. Sinn des Siebens ist es, die noch nicht vollständig verrotteten Materialen vom Humus zu separieren. Verwenden Sie ein Durchwurfsieb aus verzinktem Stahl. Dieses stellen Sie im Garten auf und legen eine Plane auf den Boden. Jetzt werfen Sie mithilfe einer Schaufel den Kompost kräftig durch das Trennsieb. Grobe Pflanzenmaterialien fallen dabei ab, während die Feinerde durch das Sieb rieselt.

Ihre Komposterde ist nun fertig und kann ausgebracht werden. Als Faustregel gilt, dass auf einen Quadratmeter Gartenboden drei Kilo Komposterde verteilt werden. Um den Rasen zu düngen, reichen zwei Kilo Komposterde pro Quadratmeter aus. In jedem Fall sollte der Humus leicht eingeharkt werden. Pflanzlöcher und Saatrillen dürfen Sie komplett mit Komposterde auffüllen, oder Sie mischen diese mit normaler Blumenerde. Das Gleiche gilt für Kübel und Blumenkästen. Rosen und Erdbeeren lieben den wertvollen Dünger aus der Komposterde. Vorsicht ist allerdings geboten bei Moorbeetpflanzen wie Azaleen und Rhododendren sowie bei Koniferen und Heidelbeeren. Diese Pflanzen benötigen nur eine sparsame Gabe von Komposterde.

Gartentipps: GR, Bild: 123RF.

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