Kräuter haltbar machen – die besten Tipps

Wer sich im Frühling und im Sommer liebevoll um seine Kräuter kümmert und auch regelmäßig gießt, kann sich in der Regel auch über eine prächtige Entwicklung erfreuen. Doch nicht immer ist es möglich, den hausgemachten Kräutervorrat auch direkt zu verwenden. Aber Wegschmeißen stellt auch keine Option dar. Wir haben die besten Tipps, wie Sie Kräuter haltbar machen können.

Wann ist die beste Zeit zum Konservieren?

Frische Kräuter

Frische Kräuter direkt konservieren?

Gartenkräuter stehen uns nur für einen begrenzten Zeitraum im Jahr zur Verfügung. Gerade über die Wintermonate ist es empfehlenswert, Basilikum, Petersilie und Co. rechtzeitig zu ernten. Idealerweise pflücken Sie die Kräuter noch vor dem ersten Frosteinbruch, sodass sie im darauffolgenden Frühjahr erneut austreiben können. Zudem ist es ratsam, die Konservierung möglichst vormittags vorzunehmen, sobald der morgendliche Tau getrocknet ist. Das hat den Vorteil, dass die Pflanze den Rest des Tages über regenerieren kann und somit resistenter gegenüber herbstlichem Frost ist. Aber welche Methoden gibt es überhaupt, um Kräuter haltbar machen zu können?

Einfrieren von Gartenkräutern

Schon unsere Großmütter haben frisch geerntete Kräuter sowie Obst und Gemüse eingefroren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt verzehren zu können. Allerdings vertragen nicht alle Sorten frostige Temperaturen. Generell können Sie alle Kräuter mit weichen Blättern, beispielsweise Schnittlauch, Petersilie oder auch Dill unmittelbar nach der Ernte waschen, trockentupfen und anschließend kleinhacken und in einem Gefrierbeutel verstauen. Einzige Ausnahme: Minze sollten Sie besser nicht zerkleinern, da sie ansonsten ihr Aroma verliert. Tipp: Legen Sie die Größe der Kräuterportionen selbst fest. Wir empfehlen jedoch Eiswürfelportionen. Kräuter einfach in das jeweilige Fach legen, Wasser darübergießen und einfrieren.

Gartenkräuter trocknen

Kräuter haltbar machen? Trocknen wäre eine mögliche Option.

Kräuter haltbar machen? Trocknen wäre eine mögliche Option.

Eine weitere Möglichkeit stellt das Trocknen von Kräutern dar. Die Methode ist besonders für Sorten zu empfehlen, die später in Speisen mitgekocht oder in Salatdressings verwendet werden sollen. Bekannte Vertreter sind beispielsweise Rosmarin, Thymian, Majoran oder Oregano. Um Kräuter haltbar machen zu können, sollten Sie diese möglichst langstielig ernten, waschen, trockentupfen und die Stängel anschließend gebündelt zusammengebunden kopfüber aufhängen – idealerweise in einem dunklen Raum. Wichtig: Zerhacken Sie die Kräuter erst später beim Kochen! Nach etwa zwei Wochen sollten die Kräuter gut durchgetrocknet sein und können auch den Winter über in einem geschlossenen Gefäß verwahrt werden.

Kräuter haltbar machen – Einlegen und direkt weiterverarbeiten

Wer seine Kräuter lieber direkt weiterverarbeitet, kann dies auf unterschiedliche Weise tun. So ist beispielsweise das Einlegen in Essig oder Öl möglich. Hierzu verwenden Sie am besten ausschließlich getrocknete Kräuter, die Sie in ein verschließbares Glasgefäß geben und anschließend mit Essig oder Öl auffüllen, bis die Kräuter knapp bedeckt sind. Hinweis: Wenn Sie das komplette Gefäß befüllen, stellen Sie ein Öl oder einen Essig mit Kräutergeschmack her.

Bestimmte Sorten wie Basilikum lassen sich leider nur schlecht trocknen oder einfrieren. Viele Kräutergartenbesitzer stellen daher direkt nach dem Pflücken ein leckeres Pesto mit Pinienkernen, Knoblauch, Parmesankäse, Meersalz und Öl her. Alternativ können Sie selbstverständlich auch ein aromatisches Kräutersalz herstellen. Ob Sie die Kräuter waschen, abtupfen und fein zerhacken und in Gläser füllen oder ob Sie sie direkt zerreiben und mit reichlich Salz (Mischverhältnis: 7 Teile Salz, 1 Teil Kräuter), ist Ihnen selbst überlassen.

Ihr habt noch weitere Tipps, um Kräuter halltbar machen zu können? Wir freuen uns über eure Vorschläge in den Kommentaren.

Bilder: 123RF

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