Kräuter trocknen – Tipps und Tricks

Kräuter trocknen: So bewahren Sie das Aroma für den Winter

Kräuter richtig trocknen

Sommerliches Aroma für den Winter

Im Juli sind die meisten Kräuter aus dem Beet gut entwickelt und erntebereit. Nun ist auch die Zeit gekommen, um sich einen Vorrat für den Winter anzulegen. Die Kräuter müssen nur geerntet, getrocknet und eingelagert werden. Jetzt können Estragon, Majoran, Basilikum, Lavendel, Zitronenmelisse, Minze, Oregano, Bohnenkraut, Kamille und Beifuß geschnitten werden. Die aromatischste Wirkung haben die Kräuter kurz vor und kurz nach der Blüte. Nur Bohnenkraut sollte während der Blüte geerntet werden. Majoran wird am besten direkt vor der Blüte geerntet, sobald die ersten Blütenknospen zu sehen sind und Pfefferminze während des Knospenstadiums. Bei letzterer empfiehlt es sich, die Triebe komplett abzuschneiden, aber nur die Blätter zu trocknen. So treibt die Minze erneut aus.

Was Sie alles zum Kräuter trocknen benötigen: Gummibänder, eine scharfe Schere, aromadichte Behältnisse, eventuell einen mit Gaze bespannten Holzrahmen oder ein Sieb bzw. eine Schnur zum Aufhängen. Alternativ können Sie auch den Backofen oder einen Dörrautomaten verwenden.

Kräuter trocknen auf die klassische Art

Die Triebe werden komplett geerntet und nach Sorte getrennt zusammengebunden. Die Bündel sollten nicht zu dick sein, damit sich keine Feuchtigkeit im Inneren halten kann. Anschließend hängt man diese Sträuße an einen luftigen und warmen, vor allem aber trocknen Standort auf. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, daher sollte der Platz zum Trocknen der Kräuter schattig sein. Gut geeignet sind überdachte Gartenhäuser, Dachböden und Speicher. Idealerweise dauert die Trocknung 3 bis 4 Tage.

Sobald die Blätter trocken sind, werden sie von den Stielen abgestreift und luftdicht verschlossen. Gut geeignet sind lichtundurchlässige Behältnisse.

Man kann auch die Blätter unmittelbar nach der Ernte vom Stiel abstreifen und auf einem Sieb zum Trocknen ausbreiten.

Kräuter trocknen im Dörrautomat und der Mikrowelle

Alternativ kann auch ein sogenannter Dörrautomat verwendet werden. Diese Geräte heizen bei einer Temperatur von 30 bis 70 Grad. Optimal, um Kräuter zu trocknen, sind 30 bis 50 Grad. Während des Trocknungsprozesses wird den Kräutern die Feuchtigkeit schonend entzogen. Das Gerät ist vor allem zu empfehlen, wenn kein geeigneter Platz zum Aufhängen der Kräuter vorhanden ist. Im Backofen wäre die Trocknung theoretisch auch möglich, sofern eine niedrige Temperatur eingestellt wird, um nicht die wertvollen Inhaltsstoffe der Kräuter zu zerstören. Die zerkleinerten Kräuter werden in diesem Fall auf ein Backblech mit Backpapier verteilt und bei 30 bis 50 Grad etwa 3 Stunden lang getrocknet. Der Backofen sollte leicht geöffnet bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Außerdem sollte mit der niedrigsten Temperatur begonnen werden und erst nach ungefähr der  Hälfte der Zeit auf 50 Grad erhöht werden.

Kräuter trocknen in der Mikrowelle ist nicht ganz so gut. Falls Ihnen jedoch keine andere Möglichkeit bleibt, sollten Sie sie auf unter 300 Watt einstellen. Außerdem sollte der Trocknungsprozess hier lieber mehrmals und dafür nur kurz durchgeführt werden. Zu empfehlen sind Intervalle à 30 bis 45 Sekunden. Gut geeignet für die Trocknung in der Mikrowelle sind Majoran, Thymian und Oregano.

Texte Gartentipps: IR. Bilder: 123RF.

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