Schädlinge und Krankheiten bei Obstpflanzen

Schädlinge und Krankheiten bei Obstpflanzen: Das hilft

Schädlinge und Krankheiten bei Obstpflanzen

Hilfe gegen die Quälgeister im Garten

Schädlinge und Krankheiten an Obstbäumen können die Ernte erheblich beeinträchtigen oder die Pflanze sogar komplett töten. Hier erfahren Sie mehr über die Übeltäter, mit welchen Methoden Sie sie wieder loswerden und wie sie einem Befall vorbeugen.

Blattläuse: Tipps gegen die Schädlinge

Blattläuse befallen häufig unsere Obstbäume. Das Besprühen mit Brennnessel-Sud hilft gegen den Blattlausbefall, wobei die Prozedur mehrmals wiederholt werden muss. Die Nesselzellen der Brennnesseln sorgen dafür, dass die Blattläuse ganz ohne Schadstoffe verschwinden.

Auch ein Gemisch aus Schmierseife (Kali-Seife) und Wasser soll helfen. Das Mischungsverhältnis beträgt ca. einen Esslöffel Seife auf einen Liter Wasser. Jedoch kann die Seifenlauge Flecken auf den Blättern der Pflanzen hinterlassen. Aber es gibt noch weitere bekannte Bekämpfungsmittel. So werden Zwiebelschalen in einem Topf mit Wasser aufgekocht und der daraus entstandene Sud nach dem Abkühlen auf die Pflanze gegeben. Auch Teebaumöl wird in Wasser ohne Kochen gelöst und mit einem Spritzer Spülmittel versetzt. Dieses Mittel wird direkt auf die Pflanzen gesprüht. Nelkenpulver kann auf die Pflanzerde verteilt werden. Durch das Gießen gelangen die Stoffe durch die Pflanze zu den Blattläusen. Auch abgekühlter und auf die Pflanze gesprühter Kaffee soll helfen.

Feuerbrand tötet die ganze Pflanze

Feuerbrand ist eine Bakterienkrankheit, die die an den Triebspitzen sitzenden Blätter welken lässt. Doch nicht nur die Blätter sterben, sondern auch die gesamte Pflanze geht langsam zugrunde. Befallene Triebe müssen sofort bis ins gesunde Holz abgeschnitten werden. Anschließend müssen sie verbrannt werden. Auch die Schere sollte anschließend mit Alkohol desinfiziert werden.

Brombeer-Gallmilbe durch Rückschnitt entfernen

Der Befall mit der Brombeer-Gallmilbe ist gut daran zu erkennen, dass die Brombeeren trotz guter Witterungsbedingungen nicht richtig reifen. Die beste Methode der Bekämpfung dieser Schädlinge ist der kräftige Rückschnitt der Hecke. Alte Früchte müssen zudem entfernt werden. Die Pflanze sollte zusätzlich im kommenden Frühjahr mit einer Rapsölsubstanz behandelt werden. Diese überzieht die Pflanze mit einem feinen Film, der die Schädlinge abtötet. Der beste Zeitpunkt für diese Behandlung ist, wenn die neuen Triebe etwa 20 cm Länge erreicht haben.

Himbeerkäfer: Larven absammeln

Die Larven des Himbeerkäfers entwickeln sich in den Früchten. Der Schädling ist nur 5 mm groß und gelangt oft durch Unkraut an die Obstpflanzen. Da die Larven im Boden überwintern, hilft das Absammeln nach dem Auslegen einer Folie im Spätsommer auf dem Boden. Sie verhindert auch, dass die fertigen Käfer im Mai an die Erdoberfläche gelangen können. Zusätzlich können die Pflanzen auch geschüttelt werden, um das Herabfallen der Schädlinge zu beschleunigen.

Johannisbeer‐Gallmücke: befallene Teile abschneiden

Die Larven der Johannisbeer‐Gallmücke bewirken, dass die Triebblätter sich nicht richtig entwickeln. Die einzige Methode, um die Schädlinge am Jonahnnisbeer-Strauch zu bekämpfen ist, die befallenen Teile der Pflanze zu entfernen. Dies verhindert die weitere Ausbreitung.

Grauschimmel: das hilft gegen den Pilzbefall

Der Grauschimmel überzieht die Blätter und Triebe der Pflanze. Diese müssen sofort entfernt werden, um eine Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Zur Not muss die gesamte Pflanze entnommen werden. Diese sollte jedoch nicht im Kompost, sondern in der Biotonne landen. Es kann auch mit einem Fungizid gearbeitet werden, sofern der Pilzbefall rechtzeitig erkannt wird.

Rutenkrankheit: Rückschnitt hilft

Brombeeren und Himbeeren werden von dem Pilz befallen. Es entstehen rötliche Verfärbungen. Zur Bekämpfung tragen ein starker Rückschnitt und das Vermeiden schattiger Standorte bei. Auch das Einhalten der Pflanzabstände und das regelmäßige Hochbinden junger Triebe sollen helfen. Alle befallenen Teile müssen vernichtet werden. Mit Brennnesseljauche kann die Pflanze gegossen werden und Schachtelhalmbrühe über diese gespritzt werden.

Kirschfruchtfliegen: hartnäckige Schädlinge

Die Larven dieser Fliege fressen sich durch die Frucht der Kirschen. Später verpuppen sie sich im Boden. Ende Mai bis Juli sollten die Bäume mit einem feinmaschigen Schutznetz abgedeckt werden. Auch hier hilft es, die Verpuppung durch Folien auf dem Boden und dem Absammeln der Larven zu verhindern.

Schorfpilze vorbeugen

Durch die Schorfpilze entstehen großflächige Wunden an den Blättern der Obstbäume. Der Pilz überwintert auf abgefallenen Obstbaumblättern. Daher sollten diese möglichst im Herbst vernichtet werden. Auch sollte der Baum gut belüftet werden, weshalb die Krone regelmäßig ausgelichtet werden muss. Vermieden werden kann der Pilzbefall durch das Bespritzen der Pflanze mit Schwefelbrühe und Kupferoxychlorid  im zeitigen Frühjahr.

Spitzendürre: hartnäckiger Pilz

Dieser Pilz bewirkt, dass die Zweigspitzen und Blätter bereits während der Blüte verdorren. Befällt er die Früchte, verfaulen diese rasch und werden von einem Flaum überzogen. Befallene Zweige müssen unbedingt bis ins gesunde Holz geschnitten und entfernt werden. Auch befallene Früchte müssen vernichtet werden (nicht auf den Kompost werfen). Bei starkem Befall helfen nur Kupfer-Spritzmittel.

Mit Knoblauch gegen Mehltaupilze

Mehltaupilze können mit Knoblauch-Sud und dem Vermeiden von permanent nassen Blättern bekämpft beziehungsweise verhindert werden. Für die Herstellung des Knoblauch-Suds werden drei zerquetschte Knoblauchzehen und Wasser benötigt. Der Knoblauch wird in etwa 1 l Wasser gegeben und anschließend das Ganze etwa 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen. Danach wird die Flüssigkeit durchgesiebt und auf 1 l mit Wasser aufgefüllt. Nun können die Pflanze und der Boden mehrmals damit besprüht werden.

Gartentipps: IR. Bild: 123RF.

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