Magnolien zurückscheiden – So geht’s!

Für viele Hobbygärtner beginnt der Frühling mit der Magnolie. Als einer der ersten Frühlingsboten fängt die Pflanze schon sehr früh damit an, ihre fleischigen Blüten auszutreiben. Dennoch gehört die Magnolie zu jenen Bäumen, die ungern geschnitten werden möchten. In der Regel sind die Gewächse zwar recht schnittfest, doch ähnlich wie beispielsweise der Ahorn nehmen Magnolien es einem übel, wenn sie zu viele Äste verlieren. Nicht selten kommt es vor, dass die Pflanzen anschließend beginnen zu kränkeln. Wer Magnolien zurückschneiden möchte, sollte also unbedingt einige Dinge beachten.

Magnolien zurückschneiden – der Zeitpunkt ist entscheidend

Alle blühenden Bäume werden grundsätzlich nach der Blüte geschnitten, so auch die Magnolie. Der beste Zeitpunkt ist im Juni. Wer früher einen Rückschnitt vornimmt, riskiert, dass seine Pflanze je nach Wetterlage Frostschäden davonträgt, die das weitere Wachstum negativ beeinträchtigen. Der Vorteil eines Rückschnitts unmittelbar nach der Blüte besteht zudem darin, dass die Gewächse den Rest des Jahres über genügend Zeit haben, um den Schnitt zu verkraften und neue Blüten für das Folgejahr herauszubilden. Bitte bedenken Sie auch, dass Magnolien nicht unbedingt zurückgeschnitten werden müssen und nur sehr langsam wieder nachwachsen. In der Regel genügt es, wenn Sie Ihren Zierbaum alle drei bis fünf Jahre wieder in Form bringen. Halten Sie Ihre Magnolie im Kübel, sehen Sie besser ganz von einem Rückschnitt ab oder entfernen allenfalls abgestorbene Äste.

Magnolien zurückschneiden? Das muss nicht unbedingt sein.

Magnolien zurückschneiden? Das muss nicht unbedingt sein.

Magnolien – Der richtige Schnitt

Viel können Sie eigentlich nicht falsch machen, wenn Sie Ihre Magnolien zurückschneiden möchten, es  ist aber ratsam, auf einen radikalen Schnitt zu verzichten, von dem sich die Pflanze nur sehr langsam oder auch gar nicht wieder erholen würde. Schneiden Sie abgestorbene und kranke, nach innen gerichtete und sich kreuzende Äste sowie Konkurrenztriebe zum Hauptstamm am besten immer direkt am Stamm ab anstatt diese lediglich oberflächlich abzuknipsen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass Ihre Magnolie zu seltsamen Auswüchsen und zur Bildung von unschönen Steiltrieben neigt. Zudem besitzen alle Gehölze direkt am Astansatz die größte Überwallungskraft. Das heißt, hier heilen offene Schnittwunden am schnellsten, da die Rinde um die Schnittfläche herum verdickt wird und sich mit der Zeit von selbst wieder schließt. Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, dass Ihr Baum nach dem Rückschnitt wieder einigermaßen symmetrisch ist. Versuchen Sie möglichst zu verhindern, dass sich Löcher in der Krone ergeben, sondern lichten diese lediglich aus. Nehmen Sie sich hierfür ruhig Zeit.

Wenn Ihre Magnolie noch jung und nicht so hoch gewachsen ist, schneiden Sie auf keinen Fall zu viel ab! Mindestens Dreiviertel des gesamten Blattvolumens sollten Sie stehen lassen. Breitet sich Ihr Bäumchen allerdings zu sehr aus, sodass abgestorbene Äste und Zweige die Ästhetik Ihres Gartens stören, greifen Sie zu einer scharfen Baumschere und entfernen das unerwünschte Geäst. Tipp: Stumpfes Gartenwerkzeug erschwert die Arbeit und hinterlässt unschöne Schnittkanten, die schlechter verheilen und zudem Krankheiten begünstigen. In jedem Fall sollten Sie den Prozess der Wundheilung bis zum Winter regelmäßig überprüfen. Sobald sich Risse bilden, behandeln Sie die Stellen idealerweise mit Baumwachs aus dem Garten-Center.

Weitere Infos rund um die Magnolie finden Sie in unserem Pflanzenporträt Magnolie.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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