Pflanzenporträt: Azaleen

Azaleen

Azaleen

Vorkommen: ursprünglich aus Ostasien, seit Mitte des 16. Jahrhunderts in Europa bekannt

Habitus: kleinblättriger, Laub abwerfender, immergrüner Strauch; Wuchshöhe bis 200 cm

Blüte: Gelb, Orange sowie unterschiedliche Rot- und Violetttöne

Früchte: Kapselfrucht

Besonderheiten: heute gibt es zahlreiche Kreuzungen mit Rhododendronsorten

Blütezeit: Mai bis Juni

Bei Azaleen handelt es sich um verschiedene Sorten der Gattung Rhododendron. Sie mögen einen kalkarmen Boden und haben ansonsten kaum Ansprüche an den Standort im Garten. Der ideale Boden-pH-Wert beträgt 4 bis 5,5. Staunässe sollte vermieden werden. Auch mögen Azaleen einen nicht aufgeheizten Boden. Daher ist eine Unterpflanzung mit Bodendeckern zu empfehlen. Der Boden sollte vor der Pflanzung durch Umgraben gelockert werden. Gerne kann auch Rhododendronerde untergemischt werden. Bei sehr schweren Böden empfiehlt sich eine Drainageschicht aus Kies am Grund des Pflanzlochs. Nach dem Pflanzen kann eine Mulchschicht aus Tannen- oder Kiefernnadeln verwendet werden. Diese sollte jedoch höchstens oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden.

Obwohl die Azaleen sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten gut gedeihen, zeigt sich die volle Blütenpracht eher bei voller Sonne. Daher ist es ratsam, die Pflanzen nicht direkt unter große Bäumen zu setzen.

Bis Mitte Juni können Azaleen mit einem kalkfreien Dünger mäßig gedüngt werden. Pferdedung ist jedoch ungeeignet. Entweder man verwendet einen speziellen Rhododendrondünger oder eine Mischung aus Humus und Hornspänen.

Wenn die Azalee zu groß gewachsen ist, kann sie zurückgeschnitten werden. Der ideale Zeitpunkt dafür ist unmittelbar nach der Blüte. Ein totaler Rückschnitt ist bei Azaleen jedoch nicht empfehlenswert. Eine weitere Pflegemaßnahme ist natürlich das Gießen, wobei es sinnvoller ist, seltener eine größere Menge zu gießen als regelmäßig in kleinen Mengen.

Die Gartenazaleen sind alle winterhart. Die laubabwerfenden Sorten sind weniger empfindlich gegenüber der Wintersonne als diejenigen, die ihr Laub behalten. Insbesondere die Rhododendron-Kaempferi-Hybride sind sehr robust.

Nach der Blüte sollten die reifenden Samen entfernt werden. Diese Maßnahme fördert die Blütenbildung im folgenden Jahr. Azaleen sind Flachwurzler, weshalb darauf zu achten ist, nicht unmittelbar unter der Pflanze zu hacken, da dabei die oberflächennahen Wurzeln beschädigt werden könnten.

Die Vermehrung ist am leichtesten über Bodenabsenker zu bewerkstelligen. Ein Trieb wird in eine Bodenmulde gedrückt und mit Erde bedeckt. Zuvor muss er natürlich mit etwas Draht oder einem Stein fixiert werden. Nach einiger Zeit bilden sich dann Wurzeln und die Pflanze kann von der Mutterpflanze getrennt werden.

Text: IR, Bild: 123RF

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