Pflanzenporträt: Flieder

Fliederbüsche

Fliederbüsche

Flieder (Syringa vulgaris)

Vorkommen: ursprünglich aus Südosteuropa und Asien

Habitus: Strauch oder Baum; Wuchshöhe bis 600 cm

Blüte: Weiß bis Violett

Früchte: Kapselfrucht

Besonderheiten: da der Flieder einheimische Arten verdrängt, ist er vom Bundesamt für Naturschutz auf die Schwarze Liste invasiver Arten gesetzt worden

Blütezeit: von April bis Juni, Hauptblütezeit ist der Mai

Flieder: Standort und Pflege

Der Flieder ist sehr pflegeleicht, er benötigt kaum Wasser, ist winterhart, braucht keinen Rückschnitt und erfreut uns im Frühjahr mit einer herrlich duftenden Blütenpracht. Der Standort für den Flieder sollte sonnig sein und der Boden humos und nährstoffreich. Die Erde sollte kalkhaltig und durchlässig sein. Sandhaltige Böden können mit Kompost aufgebessert werden. Gepflanzt wird der Flieder im Herbst, damit sichergestellt ist, dass zur Blütezeit die Pflanze bereits gut eingewurzelt ist. Um den Wurzelbereich kann eine Mulchschicht ausgebracht werden, die eine zu starke Verdunstung verhindert und die Bodentemperatur reguliert. In trockenen Sommern sollte gegossen werden, ansonsten ist das Gießen meist nicht erforderlich. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr mit phosphorhaltigem Dünger. Dieser fördert die Blütenbildung. Auch ein organischer Dünger und Kompost können verwendet werden. Stickstoffdüngung ist eher ungeeignet, da dadurch das Längenwachstum auf Kosten der Blütenbildung begünstigt wird. Es gibt zahlreiche Flieder-Zwergformen im Handel, die sich für Gärten oftmals besser eignen als die hoch wachsende Wildform.

Vermehrung des Flieders

Vermehrt werden kann der Flieder durch Samen, Wurzelausläufer, Absenker und Stecklinge. Letztere werden im Juni nach der Blüte abgeschnitten und eingepflanzt. Bei der Vermehrung mit Absenkern wird einfach ein Ast zum Boden hinuntergebogen und mit Erde bedeckt. Es dauert ein paar Monate, bis Absenker eigene Wurzeln gebildet hat. Oft bildet der Flieder ganz von selbst Ausläufer, die mit dem Spaten abgetrennt werden können. Wichtig ist, die neu Pflanze gut zu wässern, damit sich reichlich Wurzeln bilden können.

Blüten entfernen und Rückschnitt Ausgeblühte Blüten könne etwa eine Woche nach der Blütezeit entfernt werden, wodurch die Pflanze ihre Energie in die Entwicklung statt in die Ausbildung von Früchten stecken kann.

Ein Verjüngungsschnitt kann alle 2-3 Jahre durchgeführt werden, sofern wenig Platz im Garten ist. Dabei werden etwa ein Drittel der Äste, die dicker als 4 cm sind, zurückgeschnitten. Es sollten jedoch 30-40 cm vom Ast übrig bleiben.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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