Pflanzenporträt: Gundermann

Gundermann - Pflanzenporträt

Gundermann (Glechoma hederacea)

Gundermann (Glechoma hederacea)

Vorkommen: in Europa, auf den Balearen, auf Kreta, auf den Färöern, in Spitzbergen, Island, der Türkei, USA, Kanada, Neuseeland und Nordasien

Habitus: wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze; Wuchshöhen bis 200 Zentimeter; eine Bodendeckerform bis zu 30 cm

Blüte: violette Blütenstände

Früchte: Klausenfrucht

Verwendung und Besonderheiten: früher bei der Bierherstellung und als Gemüse genutzt

Blütezeit: April bis Juni

Ansprüche im Garten – Gundermann

Diese heimische Pflanze ist auch im Winter grün und vermehrt sich hauptsächlich vegetativ, indem Sprossachsen, die über den Boden wachsen, neue Wurzeln bilden. Der Gundermann mag feuchte, fruchtbare und kalkhaltige Böden. Ideal ist ein schattiger bis halbschattiger Standort. Die Pflanzung des Gundermanns findet im Frühjahr oder Herbst statt und sollte möglichst in Zwischenräumen erfolgen, da der Gundermann sehr gut als Bodendecker geeignet ist. An Hecken und neben Farnen gedeiht dieser Lippenblütler recht gut.

Der Gundermann ist sehr pflegeleicht, da sie weder Düngung benötigt, noch eine besondere Zuwendung braucht. An geeigneten Standorten wächst sie ganz von allein und füllt rasch alle Zwischenräume. Einzig eine regelmäßige Wässerung ist insbesondere bei länger anhaltenden Trockenperioden erforderlich, um schon bald bodendeckende Teppiche zu erhalten. Besonders schön machen sich diese Gundermann-Teppiche unter alten Eichen, an Hecken und Uferböschungen.

Was tun bei einer Massenausbreitung?

Leider erfreut sich der Gundermann im heimischen Garten nicht immer an großer Beliebtheit. Die langen Triebe klettern an Zäunen empor, breiten sich rasch über den Boden aus und machen sogar vor Rasenflächen keinen Halt. Beim Entfernen der Pflanze aus dem eigenen Beet muss dringend darauf geachtet werden, nicht nur die Ausläufer zu entfernen, sondern diese bis zum Mutterpflanze zurückzuverfolgen, um Letztere ebenfalls zu beseitigen.

Auch auf dem heimischen Rasen hilft nur das Ausstechen der Pflanze mit einem Löwenzahnstecher. Im Wildblumenrasen hingegen macht sich dieser schöne Frühlingsblüher mit seiner Blütenpracht im April recht gut. An sonnigen Standorten oder bei Kälte im Winter färben sich außerdem die immergrünen Blätter dunkelrot und sorgen so für einen besonders schönen Anblick. Die Blätter dieser Pflanze sind außerdem essbar und können in unserer Küche zusammen mit anderen Kräutern als Gewürzmischung oder als Beilage zum Salat genutzt werden.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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