Pflanzenporträt: Kamelie

Kamelie Blüte

Kamelie Blüte

Kamelie (Camellia japonica)

Vorkommen: ursprünglich aus Ostasien, seit Mitte des 16. Jahrhunderts in Europa bekannt

Habitus: immergrüner Strauch oder Baum; Wuchshöhe 150 bis 600 cm

Blüte: Weiß, Rosa bis Rot; bis 4,5 cm

Früchte: Kapselfrucht

Besonderheiten: das Öl der Samen wurde traditionell für die Pflege von japanischen Messern benutzt

Blütezeit: je nach Sorte von September bis Mai

Die Kamelie wurde schon seit über 4000 Jahren in Asien kultiviert. Hierzulande gilt sie oftmals als schwierig, was jedoch bei der Beachtung einiger Pflegetipps nicht zutrifft.

Kamelie als Kübelpflanze

Die häufig als Kübelpflanze kultivierte Kamelie gedeiht in wintermilden Regionen auch ganzjährig im Freiland. In der Regel überwintert sie jedoch in unseren Wohnzimmern. Jedoch findet sie ideale Bedingungen im Wintergarten bei bis zu 10 Grad vor. Von Oktober bis Mai benötigt die Pflanze Temperaturen bei 2 bis 8 Grad und einen hellen, feuchten Standort. Grundsätzlich sollte jedoch die Kamelie bei bis –5 Grad draußen bleiben und erst dann ins Geschützte geholt werden, denn erst durch die Kälte öffnen sich die Blütenknospen, die sich bei den milden Temperaturen im Wintergarten viel länger halten als im beheizten Wohnzimmer. Während des Aufenthalts im Geschützten muss nur wenig gegossen und gar nicht gedüngt werden. Nach den letzten Frösten kann die Pflanze wieder auf die Terrasse oder den Balkon umziehen.

Standort und Pflege

Von April bis Oktober fühlt sich die Kamelie an einem halbschattigen, windgeschützten Standort am wohlsten. Bei einer guten Wasserversorgung kann die Pflanze im Sommer auch mehr Sonnenstunden vertragen. Reichlich Licht sollten Kamelien jedoch auf jeden Fall erhalten, denn erst dadurch werden die Blütenknospen angelegt. Was vermieden werden sollte, sind Ostwind und die Morgensonne.

Die Kamelie darf beim Einpflanzen nicht zu tief in die Erde gesetzt werden – die oberen Wurzeln sollten noch sichtbar aus dem Boden herausragen. Bei der Düngung muss beachtet werden, dass diese nach Möglichkeit im Frühjahr und Frühsommer stattfindet. Ein geeigneter Dünger kann Azaleen- oder Rhododendrendünger sein. Ab Juli braucht nicht mehr gedüngt zu werden, da sonst die Triebe gegen Jahresende zu stark im Saft stehen und die Pflanze im Winter stärkere Schäden durch die niedrigen Temperaturen erleiden kann. Auch gegossen wird jetzt sparsamer. Ab der Knospenbildung benötigt die Kamelie jedoch wieder mehr Wasser.

Sollte die Kamelie bereits im Garten ausgepflanzt sein, benötigt sie unbedingt einen Winterschutz. Gut geeignet als Schutz für den Wurzelbereich ist eine Schicht aus Laub oder Reisig, dabei kann zusätzlich der Strauch in Vlies gehüllt werden. Diese draußen wachsenden Pflanzen benötigen übrigens auch keinen Dünger. Die Higo-Kamelien überstehen übrigens problemlos die Wintertemperaturen unserer Breiten.

Gartentipp: IR, Bild: 123RF

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