Pflanzenporträt: Kartoffeln

Kartoffeln - Pflanzenporträt

Kartoffelpflanze

Herkunft: ursprünglich aus Südamerika

Habitus: krautige Pflanze; Wuchshöhe bis 30 cm

Aussaat: ab April

Sammelgut: Knolle

Verwendung: als Nahrungsmittel, als Futtermittel, zur Herstellung von Stärke und Alkohol

Ernte: ab Ende Mai (Frühkartoffeln), ab Mitte August (mittelfrühe Sorten), Mitte September bis November (späte Sorten)

Im Herbst den Boden für die Kartoffeln vorbereiten

Bereits im Herbst sollte das Beet für die Kartoffeln vorbereitet werden. Hierfür wird es tief umgegraben, wobei die Erdschollen nicht zerkleinert werden dürfen. Den Winter über ruht der Boden und wird durch den Frost verbessert. Erst wenn die letzten Bodenfröste vorbei sind und die Temperatur der Erde mindestens 8 °C beträgt, was ab Mitte April der Fall ist, werden die Erdschollen zerkleinert. Der Boden wird anschließend geharkt und sämtliches Unkraut entfernt. Als Startdünger sollte gleich etwas Kompost in die Erde eingearbeitet werden. Mit dem Spaten werden in einem Abstand von 30-40 cm ca. 15 cm tiefe Löcher gegraben und die einzelnen Kartoffeln hineingelegt. Anschließend werden die Löcher wieder verschlossen aber nicht festgetreten. Beim ersten Gießen ist darauf zu achten, dass die Erde nicht gleich wieder weggeschwemmt wird. Der Reihenabstand sollte etwa 60 cm betragen. Es ist hilfreich, bei der Pflanzung eine Schnur zu verwenden, damit gerade Reihen entstehen.

Welchen Dünger verwenden?

Gedüngt werden die Kartoffel-Pflanzen mit Kalium und Magnesium. Sobald das erste Grün sichtbar ist, wird Erde über die gepflanzten Reihen angehäuft, sodass ein regelrechter Damm entsteht. Dadurch wird verhindert, dass die Kartoffeln grün werden und nebenbei wird der Boden zusätzlich gelockert. Das Anhäufen sollte alle zwei Wochen wiederholt werden, bis der Damm ca. 30 cm hoch ist und die Pflanze zu blühen beginnt.

Die Ernte der Kartoffeln

Bereits kurz nach der Blüte lassen sich die ersten Kartoffeln ernten. Der ideale Erntezeitraum ist erreicht, sobald sich die Knollen fest anfühlen und die Schale schwer abzulösen ist. Pro Pflanze werden immer nur ein paar Knollen geerntet, möglichst ohne dabei die Pflanze zu verletzen. Anschließend werden die Reihen wieder angehäuft. Die Haupternte der Kartoffeln findet im Hochsommer statt, sobald das Laub welk ist. Die Knollen lassen sich leichter herausziehen, wenn die Witterung trocken ist. Geerntete Kartoffeln kann man gut trocken und dunkel lagern. Durch Sonneneinwirkung werden die Kartoffeln grün und sollten nicht mehr gegessen werden.

Am häufigsten werden Kartoffeln von Kartoffelkäfern befallen

Der häufigste Schädling auf Kartoffelpflanzen ist der Kartoffelkäfer. Die beste Bekämpfungsmethode ist das Absammeln der Käfer. Auch Nützlinge, wie Vögel, sind hilfreich. Eine weitere Gefahr für die Kartoffelernte ist der Kartoffelschorf, eine Pilzkrankheit, die bei trockenen und stark kalkhaltigen Böden auftritt. Gegen diesen Pilz hilft nur, für reichlich Feuchtigkeit im Boden zu sorgen und ausreichend Humus zuzugeben. Um die sogenannte Krautfäule zu vermeiden, sollte das Kartoffelbeet nie an zwei aufeinanderfolgenden Jahren an ein und derselben Stelle angelegt werden. Nach vier Jahren Pause können am selben Standort erneut Kartoffeln angebaut werden. Außerdem hilft es, keinen mineralischen Dünger zu verwenden. Besser geeignet ist Brennnesseljauche.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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