Pflanzenporträt: Knollensellerie

Knollensellerie Pflanze - Pflanzenporträt

Knollensellerie

Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum)

Herkunft: aus Kleinasien

Habitus: einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze; Wuchshöhe 30 bis 100 cm

Aussaat: ab Januar im Gewächshaus

Sammelgut: Rübe

Verwendung: als Gemüse, als Suppe oder Suppengrün

Ernte: August bis Oktober (bei bis zu -3 °C)

Die Anzucht im Frühbeet erfolgt ab Anfang März

Der Knollensellerie mag einen Boden-pH-Wert von 6,5-7,5 und tiefgründige, humose und nährstoffreiche Böden. Ideal für Knollensellerie ist ein nicht zu warmer aber sonniger Standort.
Die Anzucht im Gewächshaus oder Frühbeet erfolgt ab Anfang März, wobei die Temperatur 15 °C nicht unterschreiten sollte. Im Freiland können vorgezogene Selleriepflanzen nach den letzten Frösten ab Mitte Mai in die Erde gebracht werden. Der Pflanz- und Reihenabstand sollte 40 cm betragen. Achten Sie beim Umpflanzen darauf, dass das Herz der Selleriepflanze über dem Boden bleibt. Der Boden sollte überdies regelmäßig aufgelockert werden. Auch muss für eine ausreichende Wasserzufuhr gesorgt werden, ohne dass sich Staunässe bilden kann.

Knollensellerie bevorzugt einen gut gedüngten Boden

Da Knollensellerie ein Starkzehrer ist, bevorzugt er einen gut gedüngten Boden. Bereits im Herbst oder spätestens vor der Pflanzung sollte daher Kompost ins Beet untergemischt werden. Während der Vegetationsperiode ist eine zweimalige Düngung mit einem kalkhaltigen und stickstoffreichen Dünger empfehlenswert. Die Einhaltung einer vierjährigen Pause beim Anbau von Knollensellerie auf ein und demselben Boden ist ratsam. Für die Mischkultur mit Sellerie eignen sich hervorragend Tomaten und Blumenkohl. Von August bis Ende Oktober sollten die bis zu -3 °C aushaltenden Knollen geerntet werden. In sehr milden Wintern kann der Sellerie auch im Boden verbleiben, wobei er mit Tannenzweigen abgedeckt und geschützt werden sollte. Um Pilzbefall zu vermeiden, sollten die Knollen grundsätzlich bei trockenem Wetter geerntet werden und auf das Waschen verzichtet werden. Nach dem Entfernen der Blätter ist die Lagerung der Knolle in einem dunklen Kellerraum möglich. In Würfeln zerkleinert kann der Knollensellerie auch eingefroren werden.

Selleriewurzeln - Pflanzenporträt

Selleriewurzeln

Häufige Schädlinge des Knollenselleries

Häufige Schädlinge des Selleries sind Wühlmäuse und die Larven der Selleriefliege. Letztere treten von Mai bis Juli auf und können am ehesten durch das Ausbreiten von feinmaschigem Vlies über die Gemüsepflanzen verhindert werden. Einige Plagegeister können durch die unmittelbare Nachbarschaft von Bohnen, Blumenkohl und Lauch ferngehalten werden. Gegen die Wühlmäuse helfen leider nur Fallen. Auch die Einhaltung der Fruchtfolge hilft Krankheiten vorzubeugen, darum sollte der Anbau von Knollensellerie auf ein und demselben Boden für mindestens vier Jahre unterbrochen werden.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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Kommentare

Hallo, mein Knollensellerie blüht über 1 Meter hoch. Muss ich die Blüten abschneiden? Die Blätter sind verwertbar?

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