Pflanzenporträt: Löwenzahn

Löwenzahn Pusteblume - Pflanzenporträt

Löwenzahn – Pusteblume

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Vorkommen: aus Asien und Europa

Habitus: ausdauernde krautige Pflanze; Wuchshöhen bis 30 Zentimeter (mit Blüte bis 60 cm)

Blüte: gelbe Blüten

Früchte: Achänen

Verwendung und Besonderheiten: im Salat, Nektarlieferant für Honig, früher als Kautschukersatz und Kaffee-Ersatz

Blütezeit: ab April bis Mai, teilweise bis in den Herbst hinein

Besonderheiten: Löwenzahn

Der Löwenzahn ist ein Korbblütler, der jedem bekannt sein dürfte. Er wächst auf Wiesen und Wegen und sogar mitten im Asphaltdschungel. Löwenzahn gehört zu den ersten Pionieren, die Ruderalflächen besiedeln, seien es Bahnübergänge, Mauerritzen oder Schutthalden. Ob als Pusteblume oder als gelbe Farbtupfen auf dem Rasen, jeder kennt den Löwenzahn schon seit Kindheitstagen. Er ist nicht nur eine wichtige Bienenweide, die den kräftigen Löwenzahnhonig hervorbringt, sondern dient mit seinen Blättern auch zur Herstellung von Salat. Zusammen mit Speck-Rahmsauce gilt Löwenzahnsalat heutzutage als eine Delikatesse. In den Nachkriegsjahren wurde aus den getrockneten Wurzeln dieser Pflanze ein Ersatzkaffee hergestellt. Von Deutscher und Russischer Seite wurde während des Zweiten Weltkriegs sogar eine Art Kautschuk-Ersatz aus dem Löwenzahn hervorgebracht. Neuere Forschungen befassen sich ebenfalls mit der Thematik, so soll Löwenzahn als Alternative zum Naturkautschuk des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) oder zum synthetischen Kautschuk hergestellt werden.

Löwenzahn - Pflanzenporträt

Löwenzahn im Asphaltdschungel

Vermehrung und Bekämpfung

Manch einem Gärtner ist der Löwenzahn jedoch ein Dorn im Auge, denn aufgrund der Ausbreitung mit dem Wind landen die Samen allzu häufig zwischen den eigenen sorgsam angelegten Beeten. Wer jedoch regelmäßig Unkraut jätet, sollte damit kein Problem haben. Wichtig ist, die Pflanze samt Pfahlwurzel aus dem Erdreich zu holen, da sonst die oberirdischen Pflanzenteile einfach nachwachsen. Auf dem heimischen Rasen kann auch mit Salz oder Essig dem Wildkraut zu Leibe gerückt werden. Nur auf versiegelten Flächen ist die Anwendung dieser Methode nicht gestattet.

So sehr man sich auch bemüht, lässt sich Löwenzahn aufgrund seiner Ausbreitungsstrategie jedoch nicht ganz vermeiden. Es werden immer mal wieder neue Pflänzchen keimen. Doch wer weiß, vielleicht gefallen einem ja auch die zahlreichen gelben Farbtupfer im eigenen Garten. Ein Blickfang auf der Rasenfläche sind sie allemal.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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