Pflanzenporträt: Rhododendron

Rhododendron - Pflanzenporträt

Rhododendronblüte

Vorkommen: ursprünglich China; heute überall in unseren Breitengraden

Habitus: wintergrünes Gehölz; 50 bis 400 Zentimeter hoch

Blüte: traubige oder doldentraubige Blütenstände

Früchte: Kapselfrüchte

Verwendung und Besonderheiten: liefert keinen Nektar für Bienen, nur Pollen; Verwendung der Frucht einiger Arten in der traditionellen chinesischen Medizin

Blütezeit: ab Mai

Pflanzung und Pflege

Rhododendren sind nicht nur aufgrund ihrer vielfältigen gestalterischen Einsatzmöglichkeiten im Garten und der üppigen Blütenpracht beliebt, sondern sind auch noch sehr pflegeleicht. Während der Blütezeit und des Laubaustriebs sollte der Flachwurzler regelmäßig gegossen werden. Düngergaben sollten stets nach der Blüte erfolgen und nicht wie bei vielen anderen Gewächsen davor. Ansonsten ist lediglich auf die Bodenbeschaffenheit bei der Pflanzung zu achten. Der Rhododendron mag humose Böden mit einem pH-Wert im sauren Bereich, das heißt, dieser sollte zwischen 4,5 und 5,5 liegen. Am besten erzielt man dies durch die Untermischung von Torf oder Humus bei der Bodenvorbereitung vor der Pflanzung. Das Loch für den Wurzelballen sollte in etwa 4 Mal so groß sein wie dieser. So ist gewährleistet, dass auch beim späteren Wachstum der Pflanze weiterhin die geeignete Erde genutzt werden kann, denn die Wurzel wächst nur mäßig. Die Rhododendron-Pflanze wird in die Pflanzöffnung gestellt und das Loch anschließend mit der vorbereiteten Erde aufgefüllt. Ist der saure Boden irgendwann nicht mehr ergiebig und beginnt die Pflanze zu kümmern, sollte der Rhododendron erneut ausgegraben werden und die Erde mit saurem Substrat ausgetauscht werden. Es gibt jedoch auch Sorten, die bei einem pH von 6,5 gut gedeihen.

Rhododendron – Verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Ansprüchen

Sofern es sich nicht um veredelte Sorten handelt, lassen sich Rhododendren schneiden. Ein solcher Rückschnitt sollte zum Winterende erfolgen. Ist der Rhododendron zu groß geworden, empfiehlt es sich, ihn umzupflanzen. Die beste Zeit dafür ist zwischen September und November oder von März bis Mai. Die flachen Wurzeln lassen sich leichter ausgraben als bei manch anderem Gehölz. Der Standort sollte halbschattig gewählt werden.

Da der Rhododendron flach wurzelt, gedeiht er besonders gut unter tief wurzelnden Bäumen wie Kiefern und Eichen. Bei zu starker Beschattung lässt jedoch die Blühwilligkeit nach und die Pflanze wird sparrig. Einige Sorten kommen sehr gut mit sonnigen Standorten zurecht. Dazu gehören die „Yakushimanum-Hybriden“ und alpine Wildsorten wie „Alpenrose Rhododendron hirsutum“.

Mehr Gartentipps zur Rhododendron-Pflege gibt es in diesem Artikel.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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