Pflanzenporträt: Rosenkohl

Rosenkohl geerntet

Rosenkohl auf dem Halm

Rosenkohl (Brassica oleracea var. Gemmifera)

Herkunft: Zuchtform des Gemüsekohls (Brassica oleracea) aus Europa

Habitus: zweijährige Pflanze, einjährig kultiviert; Wuchshöhe 50 bis 100 cm

Aussaat: ab April

Sammelgut: Röschen

Verwendung: als Gemüse

Ernte: ab September bis in den April hinein (winterfeste Sorten)

Rosenkohl ist ein Starkzehrer

Als Starkzehrer benötigt der Rosenkohl einen nährstoffreichen, humosen und aufgelockerten Boden an einem geschützten, sonnigen bis halbschattigen Standort. Zur Vorbereitung kann der Boden mit Gartenkompost und Hornmehl angereichert werden.

Die Aussaat ins Beet ist zwar möglich, eine frühe Aussaat zwischen März und April im Geschützten ist jedoch empfehlenswert. Zunächst werden die jungen Pflanzen auf 15 cm Abstand pikiert. Im Juni wird dann der Rosenkohl mit 50-60 cm Abstand ins Freiland gepflanzt.

Nur in den ersten 2-3 Wochen nach dem Pflanzen sollte der Boden eher trocken gehalten werden, um das Wurzelwachstum anzuregen. Ab Beginn der Röschenbildung sollte zusätzlich mit Pflanzenjauche gedüngt werden. Regelmäßiges Gießen ist unerlässlich, besonders nach trockenen Sommertagen. Wenn die Rosenkohlpflanzen im September noch zu klein sind, können die Spitzen abgebrochen werden, um die Entwicklung der Röschen zu fördern. Sollten letztere aber bereits vorhanden sein, ist vom Entfernen der Spitze abzuraten, da sonst die Röschen zu stark treiben. Wichtig ist auch, regelmäßig Unkraut zu jäten, die Pflanzen im Frühsommer anzuhäufeln und bei starkem Wind die Rosenkohlpflanzen mit Stöcken zu stützen. Wintersorten sollten, um Frostschäden zu vermeiden, nicht entspitzt werden.

Die Rosenkohl-Erntezeit beginnt im Herbst

Rosenkohl - Pflanzenporträt

Rosenkohl bereit zum Kochen

Die Ernte beginnt Ende September, wobei immer die kleinsten Röschen gesammelt werden. Wintersorten können bis in den April hinein geerntet werden. Rosenkohl sollte nicht länger als drei Jahre auf ein und demselben Boden angepflanzt werden. Für die Mischkultur eignen sich Dill, Kartoffeln, Lauch, Sellerie, Tomaten und Pfefferminz. Da der Rosenkohl eine lange Kulturzeit hat und in vielen Gärten Platzmangel herrscht, kann der zeitweilige freie Raum zwischen den einzelnen Pflanzen für eine Zwischenkultur genutzt werden. Hierfür eignen sich besonders gut Gurken, Spinat, Karotten, Erbsen, Erdbeeren und Rote Beete. Weniger gut geeignet sind andere Kreuzblütler wie Blumenkohl, Raps, Brokkoli, Chinakohl und Meerrettich. Der Rosenkohl wird schmackhafter, wenn er nach der Ernte gefrostet wurde.

Schädlinge des Rosenkohls

Zu den häufigsten Schädlingen des Rosenkohls gehören die Schnecken, insbesondere die Nacktschnecken. Daher sollten die Aussaat und die Anzucht möglichst im Geschützten stattfinden. Außerdem kann ein Schneckenzaun um das Beet angebracht werden. Wirksam ist auch das Düngen mit Pflanzenjauche oder das Aufstellen von Fallen.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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