Pflanzenporträt: Rotkohl

Rotkohl - Pflanzenporträt

Rotkohl im Garten

Rotkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. rubra)

Herkunft: aus Kleinasien

Habitus: ein- oder zweijährige Pflanze; Wuchshöhe 40 bis 120 cm

Aussaat: ab Februar im Haus (frühe Sorten) oder ab April im Freiland (mittlere und späte Sorten)

Sammelgut: Blätter

Verwendung: als Gemüse oder Salat

Ernte: ab Anfang Juni (frühe Sorten) und ab Anfang August (mittlere und späte Sorten)

Ein sonniger und windgeschützter Standort ist am besten für Rotkohl

Rotkohl gedeiht auf einem feuchten, lehmigen und tief bearbeiteten Boden. Dieser sollte gut gekalkt sein, um die Kohlhernie zu vermeiden. Obwohl Rotkohl auch im Halbschatten gut wächst, ist ein sonniger und windgeschützter Standort am besten für diese Gemüsepflanze geeignet. Beim Rotkohl wird zwischen frühen, mittelspäten und späten Sorten unterschieden. Letztere sind vor allem für eine längere Lagerung geeignet. Die frühen Rotkohlsorten können ab Februar im Haus bzw. im Frühbeet vorgezogen werden, mittelspäte und späte Sorten ab Ende April ins Freiland, wobei darauf geachtet werden sollte, dass es keinen Nachtfrost mehr gibt.

Den Boden feucht halten

Die Auspflanzung sollte spätestens Ende Mai stattfinden. Sobald die Setzlinge etwa 3-4 Blätter haben, sollten sie auf 6-8 cm vereinzelt werden. Der spätere Pflanzabstand sollte etwa 50 cm betragen, bei mittelspäten und späten Sorten etwa 60 cm. Der Reihenabstand sollte etwa 40 cm betragen. Der Boden muss stets feucht gehalten und die Erde regelmäßig gelockert werden. Auch das Unkrautjäten darf nicht vergessen werden.

Rotkohl ist ab Juni erntereif

Der frühe Rotkohl ist ab Anfang Juni erntereif, mittelspäte und späte Sorten ab Anfang August. Die Ernte setzt sich, in Abhängigkeit davon welche Sorte angebaut wurde, bis zum ersten Frost fort. Die äußeren Blätter werden dabei entfernt und der Kohlkopf ausgegraben. Ist eine Einlagerung vorgesehen, sollte der Strunk mitgeerntet werden. Er hält sich etwa 3-4 Wochen im Kühlschrank frisch, im trockenen und dunklen Keller kann er auch mehrere Wochen überdauern. Hierfür wird der Strunk mit einer Schnur umwickelt und kopfüber aufgehängt. Auch in mit Stroh gefüllten Kisten ist eine Lagerung möglich, wobei regelmäßig geschaut werden muss, dass sich keine Feuchtigkeit bildet.

Schädlinge

Um die Eiablage des Kohlweißlings zu verhindern, dessen Raupen die Pflanzen befallen können, sollten Gemüseschutznetze über die Pflanzen gespannt werden. Blattläuse und Erdflöhe werden am besten ferngehalten, indem der Boden regelmäßig gelockert und feucht gehalten wird. Grundsätzlich sollten Rotkohl und andere Kreuzblütengewächse mindestens eine dreijährige Pause durchlaufen, bevor sie erneut auf ein und demselben Boden angebaut werden. Dies ist eine sinnvolle Methode, um Schädlingen vorzubeugen.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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