Pflanzenporträt: Scharbockskraut

Scharbockskraut - Pflanzenporträt

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Vorkommen: Nord- und Mitteleuropa, Kleinasien und Nordafrika

Habitus: frühjahrsgrüne, ausdauernde, krautige Pflanze; Wuchshöhen 10 bis 20 Zentimeter

Blüte: goldgelbe, sternförmige Blüten

Früchte: Nüsschenfrüchte

Verwendung und Besonderheiten: junge Blätter in kleinen Mengen zum Salat; enthält viel Vitamin C

Blütezeit: Frühblüher von März bis Mai

Beschreibung und Verwendung Scharbockskraut

Diese hübsche Wildblume überzieht unter Laubgehölzen oft ganze Flächen und verwandelt diese zu einem wahren Blütenmeer. Bevorzugte Standorte des Scharbockskrauts sind nährstoffreiche Wiesen in lichten Laubwäldern, an Bachufern und in Gärten mit feuchten Böden. Scharbockskraut ist als Frühlingsblüher eine Bereicherung für unseren Garten. Die gelben Blüten öffnen sich erst im Laufe des Tages, aber nur wenn die Sonne scheint. Scharbockskraut gehört zu den Hahnenfußgewächsen, ist essbar und sehr vitaminhaltig. Jedoch sollten nur kleine Mengen kurz vor der Blütezeit als Beilage zum Salat konsumiert werden. Zu diesem Zeitpunkt produzieren die Pflanzen weniger Protoanemonin, welches giftig ist.

Fortpflanzung und Eindämmung der Ausbreitung von Scharbockskraut

Im Zierrasen breitet sich das Scharbockskraut ähnlich wie ein Bodendecker rasch aus. Scharbockskraut vermehrt sich hauptsächlich vegetativ durch die sogenannten Brutknöllchen und kann zu einer echten Plage werden. In den ober- und unterirdischen Blattachsen entstehen die Knöllchen. Diese beginnen ab Oktober zu keimen. Nach frühestens zwei Jahren ist die neu entstandene Pflanze blühfähig. Bei einer zu starken Ausbreitung hilft es, die von der Pflanze bevorzugten feuchten und schattigen Standorte zu verändern. Wird auf Licht und Boden eingewirkt, gedeiht das Scharbockskraut weniger gut und geht letztlich ein. Wichtig ist auch, entfernte Pflanzenteile nicht einfach auf den Kompost zu werfen, da die Brutknöllchen so überall hin verteilt werden. Vom einfachen Entfernen der oberirdischen Pflanzenteile ist abzuraten, da die Wurzelknollen des Scharbockskrauts als Speicherorgane fungieren, aus denen die Pflanze wieder neu austreiben kann. Das Unkrautjäten wäre somit nutzlos. Eine chemische Bekämpfung von Pflanzen mit unterirdischen Speicherorganen ist ebenfalls wenig sinnvoll. Am aussichtsreichsten ist die Veränderung der Bodenbeschaffenheit im Garten. Auf dem Rasen kann beispielsweise Sand eingearbeitet werden, während die Bodenverhältnisse im Staudenbeet mit Sand und Humus verändert werden können. Es gibt jedoch auch ein gutes Dutzend Sorten des Scharbockskrauts, die nicht wuchern. Zu ihnen gehören großblumige, weißblühende, grünblühende und Sorten mit rotem Laub. Besonders hübsch ist die »Brazen Hussy«, mit ihren dunklen roten Blättern. Sie stellen einen herrlichen Kontrast zu den dottergelben Blüten dar. Wenn man sich etwas mit den Scharbockskräutern befasst, kann man immer wieder neue attraktive Sorten entdecken.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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