Pflanzenporträt: Schlehe

Schlehe - Pflanzenporträt

Schlehe (Prunus spinosa)

Schlehe (Prunus spinosa)

Vorkommen: Europa und Vorderasien

Habitus: Gehölz; Wuchshöhen bis 300 Zentimeter (selten bis 600 cm)

Blüte: weiße Blüten

Früchte: Steinfrüchte

Verwendung und Besonderheiten: Ursprungsform der Hauspflaume

Blütezeit: von März bis Mai

Die Schlehe ist eine wichtige Nektarquelle für Insekten im Frühjahr

Als Wildstrauch ist die Schlehe, auch Schwarzdorn genannt, eine wichtige Nektarquelle für Insekten im Frühjahr. Die Früchte werden außerdem von zahlreichen heimischen Vogelarten gefressen. Die Hauspflaume stammt von diesem Gewächs ab.

Standort und Pflege

Die Schlehe braucht viel Platz im Garten, damit sie sich voll entfalten kann. Die Äste der Schlehe sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, um ein undurchdringliches Dickicht von vornherein zu vermeiden. Auch unterirdisch sollte dem Wachstum der Wurzeln Grenzen gesetzt werden. Ein in die Erde angebrachter Betonringen verhindert die ungehinderte Ausbreitung. Als Standort für die Schlehe eignet sich ein sonniger Platz im Garten, gern auch kombiniert mit Wildsträuchern und Hecken, wie Kirschlorbeer, Stechpalme und Eibe. Diese Konkurrenzpflanzen verhindern außerdem die Ausläufer in der Erde. Gute Gesellschaft sind auch Haselnuss, Weißdornarten, Wacholder und Wildrosen. Der Boden sollte nährstoffreich, trocken und durchlässig sein. Er kann steinig und kalkhaltig sein, jedoch nicht zu feucht. Der ideale Boden-pH-Wert beträgt 6-8,5. Vor der Pflanzung der Schlehe werden kranke Wurzeltriebe entfernt und ein Pflanzloch gegraben, welches ausreichend groß sein muss, um die Wurzel ausbreiten zu können. Nach dem Einsetzen der Pflanze wird das Loch mit einer Mischung aus Erde und Dünger wieder aufgefüllt und der Boden festgetreten. Anschließend muss ausreichend gewässert werden.

Nach dem Anwachsen muss kaum gegossen werden, da die Pflanze mit Trockenheit gut zurechtkommt. Als Dünger reicht Kompost vollkommen aus. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann bei Platzmangel jedoch ohne weiteres stattfinden. Kräftige Rückschnitte sollten im Winter stattfinden, jedoch erst nach dem Hauptfrost, also nach Februar oder März.

Vermehrung

Vermehrt werden kann die Schlehe durch Aussaat, Stecklinge, Absenker und Wurzelsprossen. Die Samen keimen, nachdem sie den Winter im Freien verbracht haben, recht gut. Steckhölzer mit einer Knospe am Ende werden zwischen November und Februar geschnitten und einfach frostfrei gelagert, bis sie im Frühjahr in die Erde gesteckt werden können. Regelmäßiges Gießen darf nicht vergessen werden. Absenker werden erhalten, indem einzelne Zweige bis zum Boden gebogen werden und mit einem Stein beschwert werden. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, wird der Trieb abgeschnitten und separat gepflanzt.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

Hier geht’s zurück zu unseren Gartentipps.

 

Weitere Interessante Artikel

 

Kommentare