Pflanzenporträt: Schwarzwurzel

Schwarzwurzel - Pflanzenporträt

Schwarzwurzel

Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica)

Herkunft: Iberische Halbinsel; seit dem 16. Jahrhundert kultiviert

Habitus: ausdauernde krautige Pflanze; 65 – 120 cm (inklusive Blüte)

Aussaat: März – April

Sammelgut: Wurzeln

Verwendung: als Gemüsebeilage oder Suppe

Ernte: Oktober – April

Der Boden für den Anbau von Schwarzwurzeln sollte tiefgründig und locker sein. Die Aussaat der Schwarzwurzel findet von März bis April statt. Lange und kräftige Wurzeln entstehen nur bei einer sehr frühen Aussaat. Das Beet wird bereits im Herbst vorbereitet, spätestens aber zwei Wochen vor der Aussaat, indem er ca. 20 cm tief gelockert wird und in die oberste Schicht Kompost eingearbeitet wird. Stallmist wird nicht vertragen. Die Samen der Schwarzwurzel werden bei einem Reihenabstand von 25 – 30 cm etwa 2 – 3 cm tief in den Boden gesät. Später werden die Pflänzchen auf 6 – 10 cm vereinzelt. Es sollte regelmäßig aber nicht übermäßig gegossen werden und Unkraut gehackt werden. Der Boden sollte nicht unmittelbar zuvor für Möhren, Sellerie oder Zwiebeln genutzt worden sein. Gut für die Vorkultur geeignet sind hingegen Kartoffeln und Lupinen. Außerdem ist dringend darauf zu achten, dass der Boden eine vierjährige Pause vor dem nächsten Anbau von Schwarzwurzeln erhält.

Die Schwarzwurzel kann ab Oktober geerntet werden

Die Ernte der Schwarzwurzel beginnt ab Oktober, sobald das Laub einzieht, und kann bis zum April hineinreichen. Um zu vermeiden, dass die dünnen Wurzeln brechen, sollten sie vorsichtig mit einer Grabgabel aus der Erde geholt werden. Dabei sollten sie nicht verletzt werden, da sie sonst austrocknen und nicht mehr schmecken. Gerade wenn Wühlmäuse im Garten sind, ist es ratsam, die Wurzeln im Herbst zu ernten und in feuchtem Sand den Winter über zu lagern. Auch im Kühlschrank ist eine Lagerung für ein paar Tage möglich. Ansonsten kann bis zur Blüte im kommenden Jahr geerntet werden, wobei die Qualität dann etwas nachlässt. Saatgut kann gewonnen werden indem die dem Löwenzahn nicht unähnlichen Samenstände komplett gepflückt werden, so kommt man auch in den Genuss der duftenden gelben Blüten dieses Korbblütlers.

Um Mehltau zu vermeiden, muss der Boden regelmäßig feucht gehalten werden.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF

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