Pflanzenporträt: Tomaten

Bunte Tomaten - Pflanzenporträt

Bunte Tomaten

Tomate (Solanum lycopersicum)

Herkunft: aus Mittel- und Südamerika; seit dem 16. Jahrhundert in Europa

Habitus: krautige, einjährige, zweijährige oder gelegentlich auch ausdauernde Pflanzen; Wuchshöhe 30 bis 400 cm

Aussaat: ab März im Haus, ab Mai im Freien

Sammelgut: Früchte

Verwendung: als Gemüse, frisch oder im Salat, als Suppe, als Gewürz

Ernte: ab Juli

Aussaat und Pflanzung

Ab Mitte Mai oder Anfang Juni können Tomaten ins Freiland gepflanzt werden, sie können jedoch bereits im zeitigen Frühjahr im Geschützten vorgezogen werden. Dazu benötigt man neben dem geeigneten Standort, wie einen sonnigen Platz auf der Fensterbank oder ein unbeheiztes Gewächshaus, einen nährstoffreichen Boden bzw. Anzuchterde und eine Aussaatschale mit transparentem Deckel. Letzterer muss zwecks regelmäßigen Luftaustauschs ein Mal täglich geöffnet werden. Das Pflanzbehältnis wird mit der Anzuchterde aus dem Gartenhandel gefüllt. Die Samen werden etwa 5 cm hoch mit Erde bedeckt und angegossen. Fortan müssen sie gleichmäßig feucht gehalten werden. Nach etwa zehn Tagen erscheinen die ersten Keimlinge und später die ersten richtigen Tomatenblätter. Zwei Wochen nach der Keimung müssen die Pflanzen pikiert werden. Im Pflanzenhandel gibt es dafür spezielle Pikierstäbe, jedoch kann auch ein Teelöffel zum Einsatz kommen. Während der Anwuchsphase der Tomaten sollte nicht zu stark gegossen werden. Dies sorgt für ein anfänglich etwas gedrungenes Wachstum, was später für einen frühzeitigen Blütenansatz sorgt.
Sobald die Pflanzen eine Höhe von etwa 30 cm erreicht haben, können sie ins Gewächshaus oder ab Mitte Mai ins Freiland umziehen. Der Pflanzabstand sollte bei Stabtomaten 60 x 80 cm und bei Buschtomaten 40 x 50 cm betragen. Der Standort für die Pflanzen sollte sonnig sein und der Boden nährstoffreich, daher ist eine Kompostzugabe ratsam. Tomaten in Kübeln können an einem geschützten Ort, wie z. B. neben einer Mauer, bereits etwas früher ins Freie, sollten aber bei plötzlich drohendem Kälteeinbruch entsprechend geschützt werden oder wieder nach drinnen geholt werden.

Junge Tomatenpflanzen - Pflanzenporträt

Junge Tomatenpflanzen zum Vorziehen

Pflege und Krankheiten von Tomaten

Die Tomatenpflanzen benötigen zwar viel Wasser, dürfen aber auch nicht zu viel gegossen werden. Daher reicht es in der Regel aus, dann zu gießen, wenn morgens die Blätter bereits ein wenig hängen. Eine Woche nach der Auspflanzung werden die Tomaten zum ersten Mal gedüngt. Dafür gibt es im Handel einen speziellen Tomatendünger, der extra auf die Bedürfnisse dieser Gemüsepflanze zugeschnitten ist. Die Düngung der Tomaten sollte von nun an alle zwei Wochen erfolgen. Dies verhindert, dass die Blätter sich verfärben. Geiztriebe sollten regelmäßig (mindestens einmal wöchentlich) im kleinen Stadium ausgebrochen werden. Der Haupttrieb sollte außerdem immer wieder neu an einen Stab angebunden werden, damit auch bei fortlaufendem Wachstum stets für genug Stabilität gesorgt ist. Eine dichte Mulchdecke dient dazu, den Boden warm zu halten.
Gegen die Kraut- und Braunfäule hilft die Überdachung der Pflanzen in einem Tomatenhaus, welches allerdings regelmäßig belüftet werden muss. Der Pilz breitet sich besonders gut bei feuchtem Klima aus. Daher ist ein Schutz der Pflanzen die beste Vorsorge.

Ernte und Vergesellschaftung

Ab Mai beginnt die Blüte und ab Juli können die ersten Tomaten geerntet werden. Wenn im Herbst die letzten Tomaten nicht ausgereift sind, kann man auch die ganze Pflanze entnehmen und kopfüber im Trockenen und Dunkeln aufhängen. Die letzten an der Tomatenpflanze verbliebenen Früchte reifen dann nach. Tomaten sind Starkzehrer. Für die Mischkultur mit Tomaten eignen sich besonders gut Basilikum, Dill, Waldmeister, Pfefferminze, Petersilie und Kapuzinerkresse.

Gartentipps: IR, Bild: 123RF.

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