Rhododendronpflege

Rhododendron - VireyaAn sich ist der Rhododendron sehr pflegeleicht. Hat er den geeigneten Standort und einen sauren Boden, muss lediglich ab und an gedüngt werden sowie bei Bedarf der Rhododendron zurückgeschnitten werden.

Rhododendron richtig düngen

Die Düngung sollte erst nach der Blüte erfolgen. Gut bewährt hat sich eine Kombination aus mineralischem Dünger wie Blaukorn und einem organischen Dünger. Die Düngermenge hängt von der Größe der Rhododendronpflanze ab. Zusätzlich kann mit einer Hand voll Hornspänen, die ins Erdreich eingearbeitet wird, bereits bei der Pflanzung für eine Langzeitdüngung gesorgt werden. Chloridhaltige Dünger sind für Rhododendren weniger gut geeignet. Ausgewachsene Pflanzen können auch zusätzlich zum mineralischen Dünger mit verrottetem Rinderdung gedüngt werden.

Rhododendron schneiden

Rhododendren können einen radikalen Verjüngungsschnitt auf 30-50 cm über dem Boden gut vertragen. Die an den Trieben sitzenden sogenannten schlafenden Augen bilden Knospen und treiben nach dem Rückschnitt neu aus. Wem diese Methode zu radikal ist, der kann den Verjüngungsschnitt auch in zwei Schritten durchführen. Der Schnitt wird somit auf zwei Jahre verteilt, wobei im ersten Jahr etwa die Hälfte der Äste zurückgeschnitten wird und der Rest im Folgejahr. So sind bereits neue Triebe gewachsen, wenn der zweite Schnitt angewandt wird. Bei größeren Ästen empfiehlt sich das Behandeln der Schnittstellen mit einem Wundverschlussmittel.

Pilzbefall des Rhododendrons rechtzeitig erkennen und reagieren

Rhododendron Blüte weißWenn die Blüten des Rhododendrons sich braun verfärben, liegt das nicht etwa an der Pflanze an sich, sondern an Zikaden, die im Sommer die verschlossenen Blüten bei der Eiablage mit einem Pilz infizieren. Daraufhin stirbt die Blüte ab und blüht im Folgejahr nicht mehr.

Um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Zikadenbefall handelt, werden sogenannte Gelbtafeln im Baum angebracht. Dabei handelt es sich um mit Klebstoff versehene Tafeln, an denen die Zikaden hängen bleiben. Wenn auf diese Art und Weise der Schädling ausfindig gemacht wurde, kann dieser gezielt mit einem Insektizid bekämpft werden.

Auf jeden Fall ist es wichtig, dass auch die befallenen Knospen im Frühjahr entfernt werden. Diese sehen nahezu schwarz aus und haben stachelige Auswüchse. Die durch den Pilz befallenen Knospen müssen bis ins gesunde Holz hinein ausgeschnitten werden. Nur so kann verhindert werden, dass der Pilz sich weiter auf der Pflanze ausbreitet. Der Rhododendron sollte auch in den kommenden Monaten regelmäßig auf weitere dunkle Knospen abgesucht werden. Diese müssen ebenfalls ausgebrochen werden. Auf gar keinen Fall dürfen die Knospen des Rhododendrons auf dem Kompost entsorgt werden, besser sie wandern in den Biomüll.

Mehr zum Rhododendron erfahren Sie in dem Pflanzenporträt.

Gartentipps: IR. Bild: 123RF.

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