Steckholz zur Vermehrung von Pflanzen

Steckholz kann von der Forsythie genommen werden

Die Forsythie lässt sich durch Steckholz vermehren

Steckholz im Herbst und Winter schneiden

Was ist ein Steckholz?

Im Gegensatz zum Steckling handelt es sich beim Steckholz um ein verholztes Triebstück ohne Blätter. Steckhölzer werden im Herbst oder Winter geschnitten. Sie werden also während der Vegetationsruhe der Pflanze entnommen. Anders als bei den Stecklingen, werden bei den Steckhölzern die Triebspitzen nicht verwendet, da diese am wenigsten verholzt sind und somit am schwächsten sind. Die oben und unten abgeschnittenen Steckhölzer haben außerdem den Vorteil, dass sie nach der Wurzelbildung oberirdisch gleich mehrere neue Austriebe aus den sogenannten schlafenden Augen entwickeln. Das unterscheidet sie von den Stecklingen, die mit Triebspitze geschnitten werden. Letztere wachsen somit zunächst primär nach oben, statt sich direkt zu einem kleinen Busch mit zahlreichen Seitenverzweigungen zu entwickeln.

Was ist beim Schnitt und dem Stecken zu beachten?

Wichtig ist, dass die Steckhölzer nicht bei Frost geschnitten werden. Somit ist der ideale Zeitpunkt für diese Arbeit entweder der Herbst oder der Winter (von Januar bis Februar). Für die kalte Jahreszeit bietet sich die Kultur in Töpfen in einem kühlen Raum im Haus an. Herbststeckhölzer können auch direkt ins Beet gesetzt werden. Wer sich keine unnötige Arbeit machen möchte, kann auch die beim Winterschnitt anfallenden Reste für die Herstellung von Steckhölzern verwenden. Damit daraus auch eine neue Pflanze entstehen kann, muss das Steckholz so in die Erde gesteckt werden, dass noch ein Drittel oberhalb der Erde hinausragt. Nun muss nur noch darauf geachtet werden, dass die Steckhölzer nicht austrocknen. Der Boden sollte stets feucht gehalten werden, da sonst die neu austreibende Pflanze eingeht.

Welche Pflanze kann mit Steckholz vermehrt werden?

Steckholz-Vermehrung kann unter anderem bei Falschem Jasmin, Perlmuttstrauch, Forsythie, Weigelie und vielen anderen Heckenpflanzen angewandt werden.

Die Steckhölzer sollten möglichst von einer gesunden und kräftigen Pflanze mit dicken letztjährigen, gut verholzten Trieben genommen werden. Das verholzte Aststück sollte je nach Art mindestens etwa 15-20 cm lang sein und zahlreiche Blattknoten aufweisen. Aus diesem können später die Wurzeln sowie die oberirdischen Triebe wachsen.

Bewurzelte Steckhölzer lassen sich übrigens auch im Gartenhandel käuflich erwerben. Diese müssen dann nur noch im heimischen Garten gepflanzt werden, damit sie sich in den nächsten Jahren üppig entfalten können.

Hier gibt es es ein Video zur Vermehrung mit Steckholz.

Gartentipp: IR, Bild: 123RF

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