Trockenblumen herstellen

So trocknen Sie Ihre Sommerblumen richtig

Wer länger etwas von seinen Blumen haben möchte, kann diese auch trocknen und später als Trockenblumen in der Vase oder zu Kränzen gebunden als Tischdeko verwenden.

Trockenblumen: Diese Blumen eignen sich gut

Getrockneter Lavendel

Trockenblumen sind Blumen, die nach dem Abschneiden weiterhin ihre Farbe und Form bewahren. Man kann jedoch auch weitere Pflanzen zu Trockenblumen verarbeiten. Im Garten gibt es zahlreiche Pflanzenarten, deren Blüten gut als Trockenblumen geeignet sind. Unter den Stauden sind es Fetthenne, Gipskraut, Alpendistel, Rose, Blaues Halskraut, Goldrute, Perlkörbchen, Kapstachelbeere, Edelweiss, Mohn und Lavendel.

Auch unter den Gräsern gibt es einige geeignete Pflanzen. Hier gehören Pampasgras, Bambus und zahlreiche Getreidearten dazu. Unter den einjährigen Pflanzen sind es Blutweiderich, die oben bereits erwähnte Strohblume, Helipetrum, Strandflieder, Goldgarbe, Mariendistel, Amarant und Federbusch. Schöne zum Trocknen geeignete Blüten finden sich auch an einigen Sträuchern, wie Flieder, Hortensie und Haselstrauch.

Blüten im August schneiden

Im August ist der ideale Zeitpunkt, um Trockensträuße aus Sommerblumen herzustellen. Während Schleierkraut, Lavendel und Sonnenflügel kurz nach dem Öffnen der Blüten geschnitten werden, sollten die meisten Blüten, wie z. B. jene von Edeldisteln, Papierblumen und Strohblumen bereits kurz vorm Öffnen geschnitten werden. Die Pflanzen werden zum Trocknen kopfüber aufgehängt. Bei besonders großen Blüten empfiehlt es sich, diese in ein Stück Maschendraht zu stecken. Der Standort zum Trocknen sollte keine direkte Sonneneinstrahlung erhalten und luftig sein. Der Vorgang dauert je nach Art etwa 2-4 Wochen. Alternativ können die Blumen auch mehrere Stunden lang im Backofen auf Stufe 2-3 gegart werden. Sie sollten hierfür jedoch in ein fest verschlossenes Behältnis gelegt werden.

Trockenblumen chemisch aufbereiten

Auch chemisch lassen sich Trockenblumen aufbereiten. Hierfür benötigt man etwa 200 g Borax und 400 g Maismehl. In einem geschlossenen Behälter werden die Blumen mit den Blütenköpfen voran in eine etwa 2 cm hohe Schicht von der Mischung getaucht. Bestreuen Sie anschließend zusätzlich die Blüten mit dem Gemisch. Nun wird der Behälter verschlossen und etwa 7-10 Tage lang trocken, dunkel und kühl aufbewahrt. Nach der Prozedur werden die Blüten mit einem feinen Pinsel oder einer Quaste gereinigt und die Trockenblumen sind fertig. Eine weitere Methode ist die Trocknung in einer verschlossenen Schachtel mit Silicagel. Über mehrere Wochen nehmen die Kügelchen die Feuchtigkeit der Pflanzen auf, bis diese trocken sind.

Text: IR. Bilder: 123RF

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